Zur Bürgerversammlung waren in das Mehrzweckgebäude Geroldswind etwa 40 Bnd Bürger aus Geroldswind und Gückelhirn gekommen. Reichlich Diskussion gab es zur Frage, ob in Geroldswind Straßennamen eingeführt werden sollen. Der Friedhof soll durch verschiedene Maßnahmen "aufgefrischt" werden.

Maroldsweisachs Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) fragte, ob in Geroldswind Straßennamen eingeführt werden sollen. Dieser Vorschlag sei an ihn herangetragen worden. Er erläuterte, dass Straßennamen zum Beispiel für den Rettungsdienst oder Paketdienste hilfreich wären. Derzeit wären, wie es früher üblich war, die Hausnummern willkürlich verteilt. "Ich halte die Einführung von Straßennamen für sinnvoll, auch wenn es Nachteile wegen der Ummeldung hat, aber das ist ein einmaliger Vorgang", so der Bürgermeister. Seiner Meinung nach könne es in dem kleinen Ort nur vier Straßennamen geben. Über Namen habe man sich in der Verwaltung noch keine Gedanken gemacht, dazu sollten Vorschläge aus der Runde kommen.


Wichtig für den Rettungsdienst

Geroldswind müsse in der Anschrift auf jeden Fall erhalten bleiben sonst gebe es ein "Wirrwarr", befand eine Frau. Ortssprecher Winfried Appel sagte, dass Anlieferer zu 80 Prozent nicht wüssten, wo sie hinmüssen, weshalb sie häufig nach Namen von Kunden fragen. Vor allem für den Rettungsdienst seien Straßenbezeichnungen wichtig, sagte ein Teilnehmer.

Gemeinderat Stefan Böhm (JCU) konnte aus eigener Erfahrung aus seinem Ortsteil berichten wo eine Straßenbenennung stattfand. "Das ist relativ unproblematisch und mit den neuen Anschriften regelt es sich recht schnell", so Böhm.

Eine Entscheidung fiel noch nicht. Bürgermeister wertete die Diskussion als Anregung, im Ort Geroldswind Überlegungen anzustellen und gab es quasi als "Hausaufgabe" mit, Vorschläge für Straßennamen in Verbindung mit Ortssprecher Winfried Appel einzubringen. Eine Grundsatzabstimmung ergab, dass 16 Bürger für Straßennamen sind, neun dagegen, einige enthielten sich.


Arbeiten am Friedhof

Nach der Sommerpause könne mit Verbesserungsmaßnahmen am Friedhof Geroldswind begonnen werden, sagte der Bürgermeister. Dort wären Rabatten neu zu setzen und Wege zu pflastern. "Ich meine, dass dort wirklich Handlungsbedarf besteht", so Thein. Er hoffte, dass die Dorfgemeinschaft die Arbeiten unterstütze, wie es auch in anderen Orten der Fall gewesen sei.

Ortssprecher Appel sagte, dass man sich noch auf kein spezielles Pflaster für die Friedhofswege verständigt habe. Eigenleistung signalisierte der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Adolf Müller. Er hatte sich schon einen "Bauleiter" für die Pflasterarbeiten ausgeguckt, der Bereitschaft signalisiert habe. Nach Müllers Worten müsste auch das Pflaster vor dem Leichenhaus erneuert werden. Änderungen der Zwischenräume bei den Gräbern seien nicht vorgesehen, sagte Wolfram Thein auf eine entsprechende Frage. Der Bauhof werde nach der Sommerpause mit Vorarbeiten beginnen.


Förderprogramme

Bürgermeiser Wolfram Thein (SPD) gab einen kurzen Überblick auf die Bevölkerungsentwicklung, die in Maroldsweisach leicht rückgängig sei. Aktuell zähle die Marktgemeinde 3296 Einwohner. "Dem Bevölkerungsschwund wollen wir durch Förderprogramme entgegenwirken", sagte Thein. Erfreulich sei, dass einige leer stehende Anwesen wieder bewohnt werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt 556 Euro, der Landesdurchschnitt liegt bei 678 Euro.

Moniert wurde von einem Versammlungsteilnehmer, dass das Internet zu langsam sei, obwohl bessere Leistungen von ihm gebucht wurden. Der Bürgermeister will sich hier beim Anbieter kümmern.


Bescheide für Ortsbeleuchtung

Thein teilte er mit, dass die Ortsbeleuchtung in Gückelhirn auf die Anwohner umgelegt wird. 17 000 Euro seien von diesen aufzubringen. Die Bescheide würden demnächst verschickt. Am Mehrzweckgebäude müsse die Eingangstür erneuert werden, sagte Thein und hoffte hier auf eine finanzielle Beteiligung der Dorfgemeinschaft. Dem widersprach deren Vorsitzender Adolf Müller. Er meinte, das sei Gemeindesache da die Dorfgemeinschaft für das Mehrzweckgebäude bereits Kosten von etwa 3000 Euro im Jahr schultere.
Über Eigenleistungen, die Bürger in verschiedenen Ortschaften der Marktgemeinde erbringen oder erbrachten, wurde kontrovers diskutiert.