Die ILE-Gruppierung (Integrierte ländliche Entwicklung), die sich in Kirchlauter traf, umfasst die Fünf-Sterne-Gemeinden, Zeil und die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Ebelsbach.

Das Thema "Mitfahrerbänke" hat die Gemeinde Knetzgau als Pilotprojekt aufgegriffen. Die weiteren Gemeinden prüfen derzeit, in welchen Gemeindeteilen dieses Angebot Sinn macht. Eigene Bänke wird wohl kaum jemand installieren, da es überall Buswartehäuschen gibt. Dort aber "Winker" aufzustellen, mit denen der Wartende den Vorbeifahrenden sein Fahrtziel anzeigen kann, sei an verschiedenen Stellen sinnvoll, meinten die meisten Bürgermeister.

Mosaikstein für Tourismus

Als Vorsitzender der ILE-Versammlung informierte Rauhenebrachs Bürgermeister Matthias Bäuerlein über die Eröffnung des "Trekkingerlebnisses Steigerwald" als bezirksübergreifendes Projekt. Er zeigte sich überzeugt davon, dass dieses wieder ein Mosaikstein in der Tourismus-Entwicklung ist. "Das überschwemmt uns nicht mit Leuten, aber das ist etwas, das gut zu uns passt", erklärte er und dankte der ILE-Managerin Ulla Schmidt, der es gelungen ist, dieses Projekt als einziges in Unterfranken ins Förderprogramm zu bringen.

Main-Informationszentrum

Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus berichtete von seinen weiteren Bemühungen, die Main-Anrainer von Bischofsgrün bis Mainz für das Main-Informationszentrum zu begeistern. 117 Kommunen mit 2,5 Millionen Einwohnern seien Anlieger am Main, und bisher gebe es für sie noch keine Plattform, um sich mal auszutauschen. Weil das Projekt aber nur mit dem Freistaat finanzierbar ist, wurde mittlerweile in München eine Resolution an die Staatsregierung überreicht.

Aus dem Themenkreis "Abt-Degen-Weintal" berichtete Bernhard Ruß, dass Zuschüsse für die Erweiterung nach Oberhaid zugesagt wurden, unter anderem für die Beschilderung. Auch einen Aussichts- und Informationspunkt, ähnlich den "terroir f"-Punkten im fränkischen Weinland hätte das Abt-Degen-Weintal gerne installiert, und zwar neben der Wallfahrtskirche Maria Limbach. "terroir f" wird es allerdings nicht werden, sagte Ruß, da die Kriterien nicht alle erfüllt werden könnten. Deshalb gelte es nun, ein eigenes Konzept zu entwickeln.

Auswärtiger Klärschlamm

Auf ein Problem wies Stefan Paulus seine Kollegen hin: Während die Landwirte aus dem Kreis keinen Klärschlamm mehr auf ihre Ackerflächen bringen, gebe es in Knetzgau einen Pächter, der auswärtigen Klärschlamm ausbringt.

Einig sind sich die Bürgermeister der "Lebensregion +", dass im Maintal ein weiteres Hallenbad gebraucht wird, wenn das Zeiler schließen muss. Getragen werden müsste es von einer kommunalen Allianz, weil eine Kommune allein die laufenden Kosten heute nicht mehr stemmen könne.