Maß nehmen beim Maßkrugstemmen, Maß halten beim Schmausen. Die Kirchweih schwelgt zwischen Extremen.Zu Festtagsgerichten gibt's Pilze, beim Tanz ein frisch gezapftes Pils. Seit Freitag tobt der Rummel.

Zwei Highlights bestimmten das Geschehen neben dem verkaufsoffenen Kirchweihmarkt am Sonntag: der Tanzabend der Fleisch- und Wurstfreunde Heubach am Freitagabend in der städtischen Turnhalle und die Pilztage des Bund Naturschutz mit dem Experten Lothar Krieglsteiner aus Schwäbisch Gmünd, der zusammen mit 14 weiteren Pilzkundigen rund 400 Arten sammelte und präsentierte bzw. nach einer fast zweistündigen Sammlung mit vielen Pilzfreunden am Samstag bestimmte und erklärte.

Von der "Hexenröhre" zum Hexenkessel: Mit den "Basic Beats" landeten die Fleisch- und Wurstfreunde Heubach
einen Glücksgriff, da die junge Truppe selbst "ältere Semester" auf die Tanzfläche lockte. Und sogar Bürgermeister Robert Herrmann legte zusammen mit seiner Lieblingsnachfolgerin eine kesse Sohle aufs Parkett.

Beim Maßkrugstemmen strengten sich acht Damen und sieben Männer an . "Es tut echt weh", stöhnte einer nach vier Minuten mit einem Liter Bier in der Waagrechten. Es siegten jeweils die Gewinner aus dem Vorjahr: Isabell Weckel aus Ebern bei den Damen (2:19 Minuten) und Joachim Schmitt aus Reutersbrunn bei den Männern (4:14 Min.). Moderiert wurde der Contest von David Pfeufer, dessen Fragen so manchen Kombattanten aus der Fassung brachten.

Der Witterung entsprechend blieb der Ansturm am verkaufsoffenen Kirchweihmarkt am Sonntag überschaubar.- "Ohne Wahlen wär' noch weniger los", urteilte eine Besucherin, die Urnengang und Einkaufsbummel kombinierte.