"Die wohl schönste Interpretation des weltberühmten Gemäldes ,Der Schrei‘ von Edvard Munch steht nun hier in Oberschwappach, und ich bin der Bildhauerin Steff Bauer aus Schweinfurt sehr dankbar, dass sie dieses Motiv ausgewählt und so kreativ bearbeitet hat", sagte der Zweite Bürgermeister der Gemeinde Knetzgau, Bernhard Jilke, als die vierte Skulptur nach einem bekannten Bild im Skulpturenpark des Schlosses Oberschwappach offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurde.

Vor sieben Jahren hatte der Gemeinderat Knetzgau beschlossen, im Schlosspark des Knetzgauer Gemeindeteils Oberschwappach einen Skulpturenpark zu errichten. Künstlern aus der Region soll damit die Möglichkeit geboten werden, mit heimischen Materialien den Park künstlerisch aufzuwerten. "Dies ist uns gelungen", stellte Jilke fest.


Eine anspruchsvolle Arbeit

"Ich danke ihr für diese wunderschöne und anspruchsvolle Arbeit", betonte Jilke. "Das Schöne an Kunstwerken ist, dass jeder seine eigene Sichtweise ausdrücken darf", führte der Zweite Bürgermeister aus. "Daher lade ich alle Besucher ein, sich noch stärker mit künstlerischen Werken auseinanderzusetzen, sie zu erleben und darüber zu kommunizieren."

Galerist Egon Stumpf erinnerte daran, dass der Start für den Skulpturenpark im ehemaligen Nutzgarten des Schlosses Oberschwappach einst mit den bayerischen und fränkischen Kulturtagen in der Gemeinde erfolgte. "Damals wurden bei einem internationalen Bildhauersymposium sechs Arbeiten geschaffen und von der Gemeinde Knetzgau gekauft", sagte er.


Kontakt zur Galerie

Der damalige Bürgermeister Werner Schneider und sein Kämmerer Gerhard Thein hätten dann seine Frau und ihn mit der Entwicklung eines Konzeptes für eine Erweiterung beauftragt. "Die Idee ist, dass Bildhauer aus unserer Region Skulpturen nach großen Gemälden aus der internationalen Welt der Kunst gestalten und damit die zweidimensionalen Bilder in die dritte Dimension versetzen." Das Besondere an der neuesten Skulptur sei, dass sich die Bildhauerin sowohl Motiv wie den Standort selbst gewählt habe. "Es ist eine sehr eindrucksvolle Arbeit geworden", sagte Stumpf. Steff Bauer sei in der Lage, das Material ohne jegliche Vorzeichnung zu bearbeiten und die Proportionen am Ende dennoch stimmig seien.

Damit beherbergt der Garten des Schlosses nun vier Arbeiten nach diesem Konzept. Nach dem "Frühstück im Grünen", von Eduard Manet, nachgebildet von Hilde Würtheim, der "Verführung im Paradies", einem Holzschnitt von Albrecht Dürer, von Gerhard Nerowski in Eichenholz gesägt, dem "Pinselstrich" von Roy Lichtenstein, den Helmut Droll in Edelstahl interpretiere, hat Steff Bauer Edvard Munch nachempfunden.


Weitere Arbeiten folgen

Es sollen weitere Arbeiten folgen. Bauer bilanzierte: "Die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht und es war spannend, die Pinselstriche aus dem Gemälde in den Stein zu übertragen."