Die Feuerwehr Hofheim ist am Mittwochabend (27. April 2022) zu einem Rewe-Supermarkt alarmiert worden. Mitarbeitenden war beim Auspacken einer Bananenlieferung eine Spinne aufgefallen.

Für alle Beteiligten stand die Frage im Raum, ob die Spinne giftig sein könnte.

Spinne in Hofheimer Supermarkt gefunden - Mitarbeiterin fängt sie in Tüte ein

Vier Einsatzkräfte rückten mit einem Fahrzeug an, schildert der stellvertretende Kommandant Mathias Wilk inFranken.de. In der Zwischenzeit habe eine Mitarbeiterin das Tier in einer Tüte einfangen können. Die Aufgabe für die Feuerwehr bestand damit hauptsächlich darin, über die integrierte Leitstelle Reptilienexperten Stefan Lettner hinzuzurufen.

Dieser bietet nicht nur Touren mit Lamas und Kamelen an, sondern ist als Besitzer von Reptilien wie Schildkröten ein gerne von der Polizei kontaktierter Ansprechpartner bei exotischen Fundtieren. Schnell traf er laut Feuerwehr ein, bestimmte aber in Anwesenheit der Feuerwehr die Spinnenart noch nicht. "Ich habe die tote Spinne mitgenommen und habe sie noch einmal in Ruhe angeschaut", erklärt Lettner.

Es könne sich um eine Kräuseljagdspinne handeln, wobei sich Lettner nicht vollkommen sicher ist. Diese sei schon länger heimisch in Deutschland. "Sie war höchstens drei bis vier Zentimeter groß". Zwar trage sie wie alle Spinnen Gift in sich, doch die Zähne hätten wohl noch nicht einmal die Haut eines Menschen durchdringen können. Wenn überhaupt, würden die allermeisten Spinnen nach einem Biss Rötungen verursachten, beruhigt er.

Exotische Spinnen in Bananenkisten sehr selten

"Alle denken bei Bananenkisten immer an Bananenspinnen", doch die Wahrscheinlichkeit, dass exotische Spinnen den langen Transport in gekühlten Frachträumen überleben, sei äußerst gering. Hinzu kämen die Pestizide auf den Früchten, erklärt Lettner. 

Ein weiteres Mitglied der Feuerwehr bestätigt inFranken.de, dass das Hofheimer Supermarktpersonal die Lieferung auf weitere Spinnen durchsucht habe, es aber bei einer Spinne geblieben sei.