Abschied und Willkommen feierte die Pfarreiengemeinschaft Main-Steigerwald am Sonntag in der Stadtpfarrkirche Eltmann. Nach fast sechs Jahren verabschiedete sich Diakon Joachim Stapf aus der Seelsorge in Eltmann und Oberaurach. Neu im Amt ist seit dem 1. Oktober Pfarrvikar Andreas Hartung als Nachfolger von Pfarrvikar Michael Weck, der jetzt Pfarradministrator in Knetzgau ist.

Pfarrer Bernhard Öchsner begrüßte Hartung im Namen des gesamten Seelsorgeteams der Pfarreiengemeinschaft. Andreas Hartung ist mit einer halben Stelle in der Pfarreiengemeinschaft tätig, mit einer weiteren halben Stelle bleibt er Dekanats-Jugendseelsorger.

Lob für Engagement

Auch Joachim Stapf hatte eine halbe Stelle in Eltmann. Er wechselt jetzt auf eine Vollzeitstelle in der Pfarreiengemeinschaft Ebelsbach - Heilige Länder. Weit über diese 50 Prozent hinaus habe er sich im Maintal und im Steigerwald engagiert, erklärten Pfarrer Bernhard Öchsner und für die Pfarrgemeinderäte Sabine Weinbeer.

Stapf, gelernter Betonbauer und zuletzt Bauleiter, hatte in Eltmann seine erste hauptamtliche Diakonenstelle, und er habe sie mit viel Herzblut ausgefüllt, betonten auch die Bürgermeister Michael Ziegler und Thomas Sechser. "Wir Kommunen können nur für Rahmenbedingungen sorgen, aber die Menschen brauchen auch Seelsorger", betonte Ziegler, der auch den neuen Pfarrvikar im Namen der politischen Gemeinden herzlich willkommen hieß.

Joachim Stapf hat in seinen sechs Jahren viele Paare getraut, Kinder getauft und trauernde Familien begleitet. Besonders hob Pfarrer Öchsner Stapfs zusätzliches Engagement als Notfallseelsorger hervor, das eine besondere Herausforderung sei.

"Auf Handwerker muss man heute oft lange warten. In unserer Pfarreiengemeinschaft geben sie sich förmlich die Klinke in die Hand", freute sich Sabine Weinbeer über die schnelle Neubesetzung durch den gelernten Schreiner Hartung. Sie bot die vertrauensvolle Zusammenarbeit der vielen Ehrenamtlichen zwischen Dippach und Fatschenbrunn an, bat aber auch um "Rückbindung und Rückhalt durch die Hauptamtlichen". Joachim Stapf dankte sie für seine Offenheit gegenüber den Menschen und vor allem für die "großartige Firmvorbereitung", die in den jungen Leuten lange nachwirke. Die Ministranten, zum Festgottesdienst im Dutzend angetreten, dankten Diakon Joachim Stapf für die freundschaftliche Begleitung und wünschten sich Gleiches von Hartung.

Nach dem auch musikalisch feierlich gestalteten Gottesdienst nutzten viele Gemeindemitglieder im Kolpingsaal die Möglichkeit, sich von Joachim Stapf zu verabschieden und mit Andreas Hartung auf einen guten Neuanfang anzustoßen.