Als offizielle Unternehmervereinigung und Werbegemeinschaft tritt in der Kreisstadt der "Aktionskreis Haßfurt Aktiv" (AHA) auf. Dessen Berater Hachem Farmand erklärt auf Anfrage zunächst: "Allgemeingültige Aussagen, die sich auf alle Branchen und Geschäfte in der Innenstadt beziehen, sind nicht möglich." So handelt es sich etwa bei einem Teil der Läden um inhabergeführte Fachgeschäfte mit eigener Immobilie.

Andere Ladeninhaber hingegen haben ihre Geschäftsräume nur angemietet und müssen dementsprechend Miete zahlen. "Bei wiederum anderen geht es um Filialisten, die eine ganz andere Kostenstruktur und Kalkulation haben", so Farmand.

Mieten von mehreren Faktoren abhängig

"Verwertbare, allgemeingültige Aussagen über die unterschiedlich zu zahlenden Mieten sind ebenfalls nicht möglich", erklärt der AHA-Berater. Diese Daten werden zum einen dem Aktionskreis nicht zugänglich gemacht. Zum anderen würden die Mieten von der Größe und Lage des jeweiligen Geschäfts abhängen - sowie mitunter auch vom Verhandlungsgeschick des jeweiligen Ladeninhabers.

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"Betrachtet man einzelne Geschäftslagen in der Innenstadt, gibt es zum Beispiel die 1A-Lage in der Oberen Hauptstraße, die 2A-Lage in der Unteren Hauptstraße und Oberen Vorstadt/Floriansplatz und die 1B-Lage in der Brückenstraße und den Seitenstraßen", berichtet Farmand weiter.

Die 1A-Lagen bedeuteten in der Regel höhere Mieten, während die 2A- und 1B-Lagen preislich eher darunter lägen. "Aber auch das hängt von der Größe des Ladens, der Ausstattung, dem Vorhandensein von Parkplätzen und letztendlich auch von dem Verhandlungsgeschick des Mieters ab", schränkt Farmand ein.

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