Das Wetter spielte den Närrinnen und Narren in die Karten. Gute Laune war garantiert und viele Zuschauer säumten den Weg des Faschingsumzuges in Memmelsdorf. Vor allem im Bereich der Kirche und des neuen Gemeindehauses gab es fast kein Durchkommen.

Angeführt wurde der Umzug vom "Ritter von Memmendorf" in Person des Bürgermeisters Helmut Dietz. Er wurde begleitet vom "Ritter vom Reußenberg". Unter dem Kettenhemd steckte Gemeinderat Jürgen Fromm und als holde Weiblichkeit wurden die beiden "edlen Rittersleut" von der "Hofdame des Memmendorfer Ritters", in Person von Kreis- und Gemeinderätin Birgit Finzel, begleitet.


Schustersgasse im Visier

Die Schustersgasse in Memmelsdorf hatte das BRK Memmelsdorf aufs Korn genommen. Dort investierte die Gemeinde zum Ausbau der Straße viel Geld, aber Wohnungen, wie angedacht, sind dort noch nicht entstanden. Deshalb skandierte das BRK: "Die Eigentumswohnungen stehen immer noch aus, dass BRK macht jetzt ein Seniorenzentrum draus", oder "die Gemeinde hat in der Schustersgass viel investiert, bisher hat's noch keinen interessiert." Weiter war zu lesen: "Jetzt baut das BRK das Haus und sticht alle Investoren aus" und "Oma und Opa freu'n sich sehr, in der Schustergasse kommt a Senioren-WG her."


Zaubertrank soll für Nachwuchs sorgen

Seine Nachwuchssorgen will der Gesangverein Memmelsdorf beheben, indem er meint: "Unser Zaubertrank hilft neue Leute zu begeistern, damit wir Vereine den Fortbestand meistern." Dieser "Zaubertrank" wurde ausgeschenkt - ob's hilft? Mit im Umzug "bunte Farbtupfer" des Kindergartens Memmelsdorf. Die Fußballer des SV Memmelsdorf träumen vom Aufstieg in die nächst höhere Liga. Deshalb haben sie sich schon vor dem Start des Umzuges "warm gekickt." Sie sind sich sicher: "Ob Alt ob Jung, wir sind uns ein, wir werden bald wieder Meister sein". Das soll passieren denn: "Das neue Stadion wird bald stehen und wir werden viele Siege sehen" und: "Um unsere Zukunft ist uns nicht bange, mit unserem Coach geht's voll nach vorne.
Bei der Feuerwehr Memmelsdorf bricht offensichtlich ein neues Zeitalter an. "Feuerwehr 2.0 die Zukunft beginnt", meinten die Rothelme des Ortes und denken, dass die Schläuche nicht mehr gebraucht werden, weil: "Das Wasser wird per Netz verschickt" und die "Die Feuerwehr muss nicht mehr raus, ein Mausklick und das Feuer geht aus."


Matrosen und Hexen

Eine Augenweide, Memmelsdorfer Mädels in schmucken Seemannsuniformen. Sie forderten auf mit: "Ahoi Matrosen, die Segel hissen, auf in die Schul', da woll mer kenn vermissen." Wer kann dieser Aufforderung schon widerstehen?
Mit dabei auch die Jugendfeuerwehr Untermerzbach: "Jugendfeuerwehr das ist klar, dass Hobby, das ist wunderbar, kommt gleich her und macht mit, wir haben Spaß bei jeden Schritt." Als "Hexen" waren Frauen des CSU-Ortsverbandes Untermerzbach mit einigem Anhang unterwegs. Wer ihren Slogan: "Die CSU der Macher, unser Hexenkuss der Kracher" zu wörtlich nahm, wurde enttäuscht. Statt einen "Hexenkuss" der besenfegenden adretten Damen gab es "nur" süße Schokoküsse. Ob vielleicht der eine oder andere am Rande einen "echten Hexenkuss" bekommen hat, ist nicht bekannt.