Der Faschingsverein "Ermetzia Ermershausen" brannte zu seinem 30-jährigen Bestehen am Samstag ein Feuerwerk guter Laune ab - und die Stimmungsraketen waren brillant. Bei vielen Beiträgen stand stand das "Jubiläum" im Fokus des Geschehens in der frisch sanierten Adolf-Höhn-Halle. Das sechsstündige Programm unter Leitung von Stefan Lüdecke und Präsident Michael Albert strotzte vor Glanzlichtern, wobei immer wieder neben "Profis" neue Gesichter auf der Bühne standen. Sie alle wollten das Motto "Da simmer dabei" zum 30. Jubiläum miterleben.
Bereits beim Einzug von Prinzenpaar, Elferrat und Garde herrschte Hochstimmung. Das Prinzenpaar Lisa und Johannes kam gerade frisch aus dem Urlaub und unterwarf sich, wie Prinzessin Lisa sagte, bei der "Ermetzia" einer weiteren Urlaubskur.


Suche nach Vereinsanschluss

Erika Schmitt, erstmals in der Bütt, stellte fest, in Ermershausen könne man nur über Vereine integriert werden, doch bis auf die "Ermetzia" entsprachen ihr alle Vereine nicht so sehr. Beim Trachtenverein, fand sie, geht's um Saufen, die Landjugend hat zu viel Sperrmüll und "die Feuerwehr will keine Weiber". Die Engelchen Eva Wunderlich und Melanie Franz wussten zu berichten, dass der "Kreisel" in Hofheim nicht gelungen sei, weil sich sogar der Ermershäuser Bürgermeister darin verfährt. Die "Kater"verrieten, dass der neue Radweg von Maroldsweisach nach Hofheim nur dazu diene, dass der kommende Landrat Wilhelm Schneider (CSU) von Maro bis Haßfurt zu seiner neuen Arbeitsstelle joggen kann. Anna Pratsch war sich sicher, dass man nur Ermetzianer werden kann, wenn man sich in die Bütt traut.Als Gäste des Abends waren in der ausverkauften Halle die "Concordia Blau-Weiß" Maroldsweisach und der Hofheimer Carnevals-Club dabei.

"Freunde muss man auch pflegen"

Hofheims Präsident Jürgen Peter, Maroldsweisachs Prinzenpaar Verena Mußmacher und Steffen März sowie Wilhelm Schneider von der "Concordia Maroldsweisach " vertraten die befreundeten Faschingsvereine. Schneider meinte "Freunde wie euch muss man pflegen".

Den neuen geplanten Radweg zwischen Ermershausen und Maroldsweisach sieht er als Zeichen für das Zusammenwachsen beider Gemeinden und durch das Entfernen der "Rehbergkuppe" sei ein weiteres Näherkommen möglich. Einen Geburtstagskuchen hatten die Marokaner auch nicht vergessen. Die Jugendgarde der "Concordia" steuerte einen Showtanz bei.

Die Prunksitzung hatte dieses Jahr sehr viel Lokalkolorit in sich. Besonders viel Beifall fanden heuer die "Kater", der Beitrag "Neulich beim Klinger" mit Geschichten aus dem Altenheim , "Praxis Dr. Schweinfest", Ute Wenzel-Fischer und die Showtänze. Sehr viele Zugaben erforderten viel Zeit, und es war es weit nach Mitternacht, als sich die Narren beim großen Finale ins allgemeine Faschingstreiben verabschiedeten.

Am Samstag, 1. März, um 19.30 Uhr steigt die zweite Prunksitzung, in der, wenn es nach den Vorstellungend er "Ermetzia" geht, kein Auge trocken bleiben soll.