Der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft Paul Schuler eröffnete die Wanderung - heuer war das Jagdrevier Nord dran. Die Jagdpächter Nicole Morgen, Uwe Morgen und Jochen Schneider führten die etwa 60 Erwachsenen und zwölf Kinder die Schlossbergsteige hinauf. An der Schlafkanzel wartete der ehemalige Jagdpächter Reinhold Meißner und erzählte von ihrer Entstehung vor 40 Jahren.

Ihr Bau sei schwierig gewesen, da das Holz damals auf unwegsamen Rückegassen auf der Schulter hinaufgetragen werden musste. "Schlafkanzel" heißt sie, weil sie einst mit Stockbetten und Tisch eingerichtet war. Auch eine Wildschweinsuhle in einem ehemaligen Bombentrichter des Zweiten Weltkrieges befindet sich hier; selbst bei Trockenheit führt sie Wasser.

Richtung Sechsthal fiel dann auf, dass manche Waldbäume Umringelungen haben. Sie heißen "Spechtsbäume" und dürfen wegen des Vogelschutzes nicht gefällt werden, lautet die Erklärung dafür. Im Revier stehen etwa 100 solcher Bäume. Nur zweimal in Bayern gibt es einen "Hubwald". Es ist ein Körperschaftswald, dessen Erlös je nach Ackerfläche zugeteilt wird.

Zurück im Antoniusheim schmeckte den Wanderern der Imbiss. Geehrt wurden bei der Gelegenheit Reinhold Meißner, der nach 40 Jahren als Jagdpächter aus der Jagdgenossenschaft ausscheidet und eine Ehrenurkunde erhielt.

Auch das Luftgewehrschießen war eine Gaudi; Das schärfste Auge und die sicherste Hand hatten heuer eher die Frauen, doch den ersten Platz eroberte sich Norbert Schmitt; ihm folgten auf den weiteren Plätzen Irene Schmitt und Helga Biertempfel.