Hasen, Wildschweine oder Rehe laufen Spaziergängern in unterfränkischen Wäldern immer wieder mal über den Weg, aber seltsame Vögel mit staksigen Storchenbeinen, einem wuchtigen Rumpf und langen Hälsen, die sie bis zu 1,60 Metern in die Höhe recken können? Wenn unverhofft ein Laufvogel den Weg kreuzt, muss man sich schon mal kräftig die Augen reiben.

So ging es vergangenen Mittwoch gleich mehreren Spaziergängern, als ein Vogel dieser Gattung - ein Emu - bei Rannungen im Osten des Landkreises Bad Kissingen auftauchte. Dass solch ein "Viech", dessen Vorfahren aus Australien stammen, nicht unbedingt in hiesigen Wäldern heimisch ist, war den Anwohnern rasch klar. Sie informierten daher Harald Leurer, den dortigen Wald- und Jagdpächter. "Wir wollten es eigentlich sofort einfangen, haben aber dann gewartet, bis es dunkel war", erzählt der 49-Jährige.