Einen Bericht zum Zustand des Ebelsbacher Waldes hörte der Gemeinderat bei seiner Sitzung. Im Besitz der Gemeinde sind 100 Hektar Wald und Förster Christoph Bartsch gab zum Einschlag, zu Holzarten und zur weiteren Waldbewirtschaftung interessante Informationen. Dabei zog er eine positive Bilanz.
Als "Waldbesitzerin" ist die Gemeinde Ebelsbach Mitglied in der Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge und auch Mitglied der FSC-Gruppe "Franken"; das ist ein Label für Produkte aus einer verantwortungsvollen Waldbewirtschaftung und heimatnaher Vermarktung. Dabei ist die Jagd verpachtet und man müsse feststellen, dass der "Verbiss tragbar" sei, sagte der Experte. Diese guten jagdlichen Ergebnisse sollte man auf jeden Fall fortführen, wünschte er.
Extrem unausgeglichen sei allerdings das Verhältnis der verschiedenen Holztypen.
Zum Teil bestehe die Mittelwaldherkunft aus Eiche; es werde ein Rückgang der Nadelholzanteile festgestellt und nur wenig sei an Edellaubholz vorhanden. Der Wald bestehe vor allem aus den Baumarten Fichte mit elf Prozent, Kiefer mit 15 Prozent, Buhe mit 21 Prozent und Eiche mit 43 Prozent.
Den Gesamtvorrat bezifferte der Förster auf rund 29 000 Festmeter (300 Festmeter pro Hektar). Der Hiebsatz betrage 629 Festmeter pro Jahr oder 6,5 Festmeter pro Hektar.
In der wirtschaftlichen Bilanz habe Ebelsbach in den letzten Jahren immer positive Zahlen erreicht, wobei das Jahr 2012 mit 70 497 Euro Einnahmen und nur 16 981 Euro Ausgaben ein sehr positiver Ausreißer gewesen sei. Die weiteren Jahre wiesen folgende Zahlen auf, 2013: Einnahmen 32 474 Euro und Ausgaben 14 895 Euro; 2014: Einnahmen 27 827 Euro und Ausgaben genau 12 705 Euro; 2015: Einnahmen 25 182 Euro und Ausgaben 10 020 Euro
Bei seinem Ausblick wies Bartsch darauf hin, dass das Waldgesetz alle Waldbesitzer verpflichte, ihren Wald sachgemäß zu bewirtschaften und vor Schaden zu bewahren. Das werde erreicht durch Erhaltung und Schaffung stabiler, gesunder, standortgerechter und wertvoller Wälder sowie die Sicherung aller Funktionen des Waldes. gg