In Kooperation des Umweltbildungszentrum Oberschleichach (UBiZ), der Stadt Ebern und der Volkshochschule findet derzeit eine Ausstellung zum Thema "Energie(ein)wände" im Ossarium der Stadtbücherei Ebern statt.
"Es ist wichtig, sich um das Thema Energiewende vor Ort zu kümmern und Ideen mit den Bürger zu entwickeln. Nur gemeinsam schaffen wir die Abkehr von der Atomenergie und den Wandel zu regenerativen Energien", sagte Bürgermeister Jürgen Hennemann bei der Eröffnung der Ausstellung am Montag.
Auf seine Initiative hin, so der SPD-Politiker, werde die Ausstellung nicht nur während der Öffnungszeiten der Bücherei zu besuchen sein, sondern auch während des anstehenden Kirchweih-Wochenendes für die Besucher geöffnet sein.

Mit der Ausstellung "Energie(ein)wände" soll Bürgern und Entscheidungsträgern, die sich mit viel Engagement auf den Weg gemacht haben, die Energieversorgung wieder in die eigenen Hände zu nehmen, grundlegendes Wissen und Informationen zur Sinnhaftigkeit und Machbarkeit der Energiewende vermittelt werden, erklärte Bettina Stroh, Leiterin des UBiZ. Damit werde Sicherheit im eigenen Handeln bestätigt.

Chancen und Erfolge

Die Chancen und vielfältigen positiven Wirkungen, die sich aus der Energiewende für Kommunen und den ländlichen Raum insgesamt ergeben, werden in der Ausstellung deutlich aufgezeigt.
Auf viele Fragen findet der Besucher eine Antwort bei der Exposition im Ossarium in Ebern: Ist die Energiewende machbar? Wie wirkt sich die Energiewende auf die Natur und Landschaft aus? Ist die Energiewende zu teuer? Funktioniert die Energiewende nur bei Wind und Sonnenschein? Läuft die Umsetzung der Energiewende planlos und ungeregelt ab?
Die Ausstellung wurde unter Beteiligung von Fachleuten, nämlich Vertretern aus relevanten öffentlichen Bereichen wie Naturschutzbehörde, Universität, Energieversorgung und interessierten Bürgern konzipiert.So entstand ein vielschichtiges Gesamtbild.
Eine filmische Dokumentation gibt den Ablauf des Projektes wieder. Die Dokumentation zeigt den Entstehungsprozess der Ausstellung "Energie(ein)wände" und Themeninterviews mit Kommunalpolitikern. Auch die Ergebnisse einer umfassenden Befragung der Ratsmitglieder im Landkreis Haßberge bezüglich ihres Informationsbedarfs und ihrer Einstellung zur Energiewende sind in diesem Film zu sehen.
Der Umstieg auf erneuerbare Energien und Klimaschutz gelte als die wichtigste Aufgabe der Menschheit. "Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung stehen hinter diesem Ziel und befürworten die Energiewende in Deutschland", unterstrich Eberns Bürgermeister Hennemann.

Mit gutem Beispiel voran

Das Stadtoberhaupt selbst geht mit gutem Beispiel voran und wird den Mitarbeitern der Verwaltungsgemeinschaft in naher Zukunft ein Elektroauto als Dienstwagen zur Verfügung stellen.
Er stellt heraus, dass Argumente wie "zu teuer", "zu voreilig" oder "technisch zu schwierig" die breite Öffentlichkeit immer wieder verunsichern. Doch zahlreiche Studien und Untersuchungen zeigten, dass die vermeintlichen Schwierigkeiten lösbar sind.

Dauer Die Ausstellung "Energie(ein)wände" im Ossarium in der Stadtbücherei Ebern kann noch bis Sonntag, 28. September besucht werden.

Öffnungszeiten Die Öffnungszeiten richten sich nach den Öffnungszeiten der Bücherei: montags von 14 Uhr bis 18 Uhr, dienstags von 10 Uhr ist 13.30 Uhr und 15 Uhr bis 18 Uhr, donnerstags von 10 Uhr bis 12.30 Uhr und 15 bis 18 Uhr und freitags von 14 Uhr bis 18 Uhr.

Kirchweih Auch am Kirchweih-Wochenende ist die Ausstellung für die Besucher zugänglich.