Sie gaben auch heuer wieder ihr Bestes und so durften die "Elf weisen Hasen" schon bei der Premiere am Freitagabend begeisterten Applaus entgegen nehmen. Auch wenn bei der ersten Büttensitzung die Stadthalle nicht voll besetzt war, so war die Stimmung dennoch von Anfang an hervorragend und die Besucher amüsierten sich köstlich über das abwechslungsreiche Programm der jungen und gestandenen "Hasen", das dieses Jahr unter dem Motto: "Karneval International" steht.

Etwas traurig war, dass am Freitagabend so viele Plätze in der Stadthalle leer blieben. Haben doch die Verantwortlichen auch heuer weder Kosten noch Mühen gescheut und ansehnliche Tanzgruppen, hervorragende Sänger und Musiker, lustige Büttenredner und viele weitere Akteure auf die Bühne gebracht. Zudem kommt der Erlös den Kindergärten und der Pfarrei St. Kilian zugute, da Stadtpfarrer Stephan Eschenbacher der Schirmherr der "Elf weisen Hasen" ist. Er weiß das närrische Treiben auf der Bühne zu schätzen und bringt sich auch dieses Mal wieder mit "Stadtdiakon" Manfred Griebel selbst in das Geschehen ein.

Mit den Worten "Hier in der Stadthall ist heut Partytime, mit Büttenreden, Witz und Tanz, die elf weisen Hasen laden ein zu einer Show mit Glimmer und Glanz" hatte Sitzungspräsident Martin Eck die Sitzung eröffnet und den Besuchern ein Feuerwerk aus Tanz und Wortwitz versprochen. Glücklich zeigte er sich, dass es um den Nachwuchs auch weiterhin gut bestellt ist. So eroberten die fünf bis neun Jahre alten "Hasen-Hüpfer", eine Kindertanzgruppe des TV Haßfurt, die Herzen der Zuschauer mit ihrem Eskimo-Tanz im Sturm. Sie standen das erste Mal auf der Hasen-Bühne und hatten sichtlich großen Spaß daran. Im Gegensatz dazu verfügen die "Bugs-Bunnys" bereits über fünf Jahre Erfahrung und begeisterten dieses Mal mit Sandra Lohs als "Schulklasse". Auch Aaron und Elisa Krapf sind vor über zehn Jahren aus einer Nachwuchsgruppe, hervorgegangen und erfreuten die Zuschauer wieder einmal als "Artisten".

Die Tänzerinnen der Hasengarde und der Häschengarde sowie das Funkenmariechen Emma Kitzinger verzauberten das Publikum mit schmissigen Garde-, Show- und Solotänzen. Nicht minder sehenswert beeindruckten die Breakdancer von der Ballettschule On Point, die "Red Squad Crew", und das Männerballett, die "Spitzbuam", mit ausdrucksstarken Darbietungen. In die Fußstapfen der "Rabbit Harmonists" ist nun die Gruppe "Hasenblech" getreten, die ihre Kritik am politischen Weltgeschehen in passende Melodien kleidete und sich zu ihrem Gesang selbst an den verschiedenen Instrumenten begleitete. Die Texte stammten wieder vom Sitzungspräsidenten Martin Eck, der sich seit 16 Jahren auf und hinter der Bühne mit ganzer Kraft engagiert und fast seine ganze Familie "mitreißt". Einer der weiteren Höhepunkte war der Auftritt von Pfarrer Stephan Eschenbacher und Diakon Manfred Griebel als "Pastorale Straßenmusikanten". Ins Jahr 2040 versetzt, wussten sie bereits, was die "Pastoral der Zukunft" bringen wird: "Fahrende Musikanten, das sind wir, immer auf Achse, das sind wir, mit unsrer Botschaft von Gott und Nächstenliebe satt, fahrende Pastorale für immer, selten zuhause das sind wir, wir gehören jetzt dem ganzen Dekanat!" Den schwindenden Glauben beklagend, stellten sie fest: "Die Krönung ist Sylbach, die feiern Kirchweih tagelang, und dabei müss"n wir feststell, dass die gar kee Kirch ham!" Doch sie wären keine echten Pastorale, würden sie nicht am Ende singend deklarieren: "Was gibt dem Leben einen Sinn? Wir beide sind gewiss, dass es der Glaube is, drum ohne geht"s den Gäßgrabn nei!" Auch die ehemaligen Ministranten, die sich jetzt "Haßfurter Mottenkiste" nennen, beeindruckten mit einer selbst verfassten, aktuellen Geschichte über die "Konferenz der Tiere", in der sie die so genannte Flüchtlingskrise näher beleuchten. Am Ende der kurzweiligen Sitzung erhielten nochmals alle Akteure, zu denen auch Rudi Eck, Armin Poeschl, Benedikt Wolf, Thomas Werb und das "Duo Con Brio" zählten, einen riesigen Applaus.