Kurz darauf wurde der Schwerverletzte unter medizinischer Überwachung mit der Drehleiter nach unten auf den Boden gefahren, in den Rettungswagen umgeladen und weiter versorgt. Da Wirbelsäulenverletzungen dort ausgeschlossen werden konnten und der Patient stabil war, entschieden sich Notarzt und Rettungsteam in Absprache mit dem Notarzt des Rettungshubschraubers "Christoph 60" aus Suhl, den Mann mit dem Rettungswagen ins Klinikum nach Coburg zu transportieren. Der Rettungshubschrauber, der auf einem freien Grundstück direkt neben der Unfallstelle gelandet war, war anschließend wieder für einen anderen Einsatz frei.
Lob für die Ersthefler
Notarzt Dr. Wolfgang Egelseer und Notfallsanitäter Andre Zoeller lobten im Anschluss die hervorragende Zusammenarbeit mit den Feuerwehren aus Pfarrweisach und Ebern. Die Rettung vom Dach sei ruhig, zügig und sehr professionell erfolgt. Ebenfalls seien die ehrenamtlichen Helfer der Feuerwehren sehr schnell am Einsatzort gewesen.
Bei derartigen Einsätzen zeigt sich nach den Worten von Michael Will immer wieder, wie gut das Rettungssystem funktioniere und alle Beteiligten zum Wohle der Patienten Hand in Hand zusammenarbeiteten. "Neben der medizinischen Versorgung durch den Rettungsdienst ist die professionelle Arbeit der Feuerwehren zur technischen Rettung von Verunglückten und Verletzten in vielen Fällen unerlässlich." Hier könne die Bevölkerung immer wieder vom guten Ausbildungsstand der ehrenamtlichen Helfer und der hochwertigen technischen Ausrüstung profitieren.
Seitens der Kreisbrandinspektion machte sich in Pfarrweisach Kreisbrandinspektor Thomas Habermann ein Bild von der Lage. Da es sich um einen Arbeitsunfall handelte, war auch eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Ebern vor Ort.
Eine ähnlich aufwendige Rettungsaktion war wenige Tage zuvor im Freizeitpark Geiselwind notwendig: Fahrgäste mussten aus etwa 60 Meter Höhe gerettet werden.