Das Spektrum war enorm: Junge Künstler, wie Lilit Pascher aus Ebern oder Pauline Berninger aus Neubrunn, traten ebenso auf, wie weitaus ältere Kolleginnen (wie etwa Christine Deininger aus Junkersdorf oder Karin Ruppert aus Ebern). Gemein hatten sie alle etwas: Leichte Nervosität vor dem Auftritt und Talente, die nicht mehr schlummern.

Die Sommermatinee der Musikschule am Sonntag in der Aula der Mittelschule legte viele Facetten dieser musikalischen Bildungseinrichtung offen, wie sich bei dem über einstündigen Konzert zeigte.

Nicht nur die Vielzahl der Instrumente, die erlernt werden können, auch die Vielzahl der engagierten Lehrkräfte hinterließen bei den vielen Zuhörern - zumeist Eltern, Großeltern und sonstige Verwandte - einen tiefen Eindruck. "Wir wollen die ganze Bandbreite unseres Angebots vorstellen und damit das Schuljahr abschließen", sagte der Leiter der Musikschule, Fabian Usleber, der seit März in deren Diensten steht, gegenüber unserer Zeitung.

Und die reichte von Mozart und Brahms bis zu Melissa Etheridge und Pink, vom Bläser-Ensemble bis zur Rockband, auf die der Leiter ganz besonders stolz ist und der Eberner Geschäftswelt sehr verbunden, weil durch deren Unterstützung der Kauf von Anlage und Instrumenten möglich wurde.

Ein Highlight der Veranstaltung zwar zweifelsohne der Auftritt von Georg Müller aus Bischwind. Der blinde Mittelschüler lieferte einmal mehr den Beweis seiner besonderen Musikalität ab. Nach den Bongos beherrscht er mittlerweile auch das Akkordeon perfekt und präsentierte zusammen mit seiner Lehrerin Karin Meyer-Jungclaussen zwei Stücke, wobei er auch mit einer Gesangseinlage überraschte.

Bei allen Akteuren hörte man die Erfolge der vielwöchige Probenarbeit heraus, auch wenn es ein paar Mal ein bisschen hakte.

An einem müssen aber fast alle noch üben: den artigen Knicks als Geste des Dankes. Es war halt doch noch ungewohnt vor einem so großen Publikum bei so starkem Beifall auf der Bühne zu stehen.