Seit Februar tüftelt ein zehnköpfiges Team um Schreinermeister Georg Jäger an einem Projekt, um das Schulgebäude noch attraktiver zu gestalten. Hintergrund ist dabei auch die Teilnahme an einem bundesweiten Handwerkswettbewerb, der aufzeigen soll, dass Handwerker immer gebraucht werden und Handwerksberufe heute vielfältige Karrierewege auf hohem Niveau eröffnen.

Die Schüler kreierten und bauten nun eine "Lern- und Lebensstation als eine flexible Möbelgruppe" für die Schule. Für einen Sieg hoffen sie auf ein breites Voting für ihr Projekt.

Berufspotenziale zeigen

Der Handwerkswettbewerb für Schulteams ist eine Initiative von Würth in Partnerschaft mit "Das Handwerk" unter der Schirmherrschaft der "Aktion Modernes Handwerk". Das Fördergeld in Höhe von 250 000 Euro und die Sachpreise stiftet die Adolf Würth GmbH, die Projektbetreuung übernimmt die Akademie Würth. Ziel es ist es, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, spielerisch Berufspotenziale aufzuzeigen und junge Menschen für das Handwerk zu begeistern.

Mitmachen können 250 Schulen aus ganz Deutschland, entweder als ganze Schulklasse oder als Arbeitsgruppe der Klassen 7 bis 10 in Zusammenarbeit mit einem Handwerksbetrieb. Den fand die Georg-Göpfert-Mittelschule mit dem Betrieb von Schreinermeister Georg Jäger aus Trossenfurt.

Eigentlich hätten die zehn Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 bis 10 drei Monate Zeit gehabt, ihr Projekt in die Tat umzusetzen. Doch mit der Ausbreitung des Corona-Virus und den damit verbundenen Schulschließungen hat sich der Zeitplan verschoben. So konnten die Jugendlichen noch bis zum 18. Oktober ihre Ideen verwirklichen.

Die Idee bestand daraus, "Lern- und Lebensstationen" für Lernarbeit in Gruppen, zum Spielen oder auch einem Aufenthalt in der Pause zu kreieren, die in der Aula, vor den Fenstern oder auf dem Gang stehen könnten. Sie sollten deswegen robust und zugleich leicht, handwerklich ausgereift, farblich stimmig, platzsparend und variabel sowie funktional und ästhetisch schlicht sein. Wichtig war dabei das Verhältnis von Sitzhöhe zu Tischhöhe zu berücksichtigen, denn dieses sollte für kleinere und größere Schüler leicht anzupassen sein.

Echte Teamarbeit

Mit diesen Zielen gingen die Schüler an die Planung und an die praktische Umsetzung. "Es war eine echte Teamarbeit. Fünf von uns bauten die acht Hocker, die andere Hälfte die drei Tische. Alles ging Hand in Hand. Dafür sind wir gerne Freitagnachmittag in die Werkstatt gekommen", erklärte Jonas, denn dort fanden die die Jugendlichen auch entsprechende Maschinen und Werkzeuge vor und erhielten tatkräftige Unterstützung von Schreinermeister Georg Jäger.

Was herausgekommen ist, kann sich wirklich sehen lassen, kein Wunder also, dass die Eltmanner Mittelschüler damit schon einen ersten Erfolg erzielt haben. Von den 250 teilnehmenden Teams kamen 100 in die Online-Abstimmung, das "Voting", was im Schulhaus in Eltmann mit einem lauten "Wir sind dabei" quittiert wurde. Nun möchte man weiter auf die vorderen Plätze oder gar auf das Siegerpodest kommen.

Diese Entscheidung ist aber nur über die Online-Abstimmung möglich, die vom 28. Oktober bis 8. November auf www.handwerkswettbewerb.de/voting läuft.

Aufruf

Um Freunde, Bekannte und Verwandte auf das Projekt aufmerksam zu machen, haben die Schüler einen Aufruf gestartet: "Voten Sie für das Projekt und schenken Sie Ihre Stimme unserer Schule! Jede Stimme zählt, denn mit jeder Stimme rückt der Sieg ein bisschen näher!"

Die zehn Projekte mit den meisten Stimmen werden einer Fachjury, bestehend aus sieben Mitgliedern, vorgelegt. Diese wählt bis zum 22. November die Top 3 sowie das Gewinnerteams des Sonderpreises in der Kategorie "Innovation" aus.