Acht Wochen noch. Dann sollen hier Kinder plantschen, Eltern einen Kaffee trinken und die Sportschwimmer ihre Bahnen ziehen. Noch ist es schwer vorstellbar. Wird doch gerade erst der Beton um das künftige Kinder- und Babybecken im Hofheimer Freibad gegossen. Ein großer Kran überragt die Gebäude ringsum, ein Betonmischer macht ohrenbetäubenden Lärm.


Reihe an Attraktionen

Doch Bürgermeister Wolfgang Borst (CSU) steht ganz gelassen oben auf der Plattform der neuen Rutsche und blickt nicht ohne Stolz auf die Großbaustelle hinab. Ohne Einleitung beginnt er die Attraktionen aufzuzählen: "Die große Rutsche ist neu. Da vorne entsteht ein 200 Quadratmeter großes Wasserspielareal, dort kommt ein mit Sonnensegeln überdachtes Babybecken hin."Man muss Wolfgang Borst regelrecht ins Wort fallen, um auch mal eine Nachfrage stellen zu können, so umfangreich ist seine Aufzählung.

Also: Ein Wasserspielareal? Was genau ist das? "Ein großes Becken mit einer Wassertiefe von nur vier bis fünf Zentimetern mit vielen Pumpen, Spritzen und Wasserspielen für Kinder ab rund fünf Jahren", erklärt Borst. Zusätzlich werde es noch ein 25 Meter langes Schwimmerbecken sowie ein 25 Meter langes Nichtschwimmerbecken geben. "Und der Clou daran ist, dass die Becken an einer Stelle miteinander verbunden sind, so dass die Sportschwimmer eine Bahnlänge von insgesamt 50 Metern nutzen können", geht die Aufzählung des Bürgermeisters weiter.

Klar, nicht alles wird ab dem 2. Juli perfekt sein. Das betont auch der Architekt des neuen Bades, Karl Heinrich Drysch: "Das Gras und die Büsche werden es nicht bis Anfang Juli schaffen." Doch alles, was bis dahin erledigt sein kann, wird erledigt sein.
"Glücklicherweise ist die hintere Liegewiese von den Umbauarbeiten nicht betroffen gewesen, so dass die Gäste dort sicher ein Plätzchen finden werden", sagt der Schwimmmeister Andreas Zapf. Auch einen kleinen Kiosk werde es geben.


Eintrittspreise bleiben erhalten

Als Ausgleich für die kleineren Einschränkungen wird es im Eröffnungsjahr keine Erhöhung der Eintrittspreise geben. "Damit wollen wir die Einschränkungen, die die Badegäste in Kauf nehmen müssen, ein wenig ausgleichen", erklärt der Schwimmmeister des Hofheimer Bades. Für Kinder kostet die Einzelkarte folglich zwei Euro, Erwachsene zahlen 50 Cent mehr. In einem weiteren Bauabschnitt soll dann die Idee eines Ganzjahresbades in Hofheim umgesetzt werden.


Auf halber Strecke zum Jahresbad

"Wir beginnen in vermutlich zwei Jahren mit der Generalsanierung des Hallenbades", erklärt Bürgermeister Borst. Dann sollen das Freibad und das Hallenbad einen gemeinsamen Eingang bekommen. Außerdem werde der Außenbereich um einen Spielplatz erweitert.
Nun hoffen der Schwimmmeister und der Bürgermeister nur noch auf ein gutes Wetter für den Sommer. "Hoffentlich wird der Sommer schön, damit die Gäste das neue Bad genießen können", wünscht sich Zapf. Nur zu viel Hitze, das wäre auch nichts: "Schließlich wollen wir ja, dass die Pflanzen eine Chance zum Wachsen bekommen."