Seit mehr als drei Jahrzehnten gibt es an der Kirchweih in Untermerzbach beim Kleintierzuchtverein Untermerzbach, Lahm und Umgebung die Jungtierschau, wobei jeweils eine stattliche Auswahl von Wassergeflügel, Hühnern, Tauben und Kaninchen zu sehen ist. Die 31. Schau, bei der die Kleintierzüchter ihre züchterischen Erfolge präsentierten, fand am Kirchweihsonntag ihren Höhepunkt in der Preisverteilung im Züchterheim.


Über 200 Tiere

Der Vorsitzende des Kleintierzuchtvereins, Helmut Schmidt, bedauerte, dass nur wenige der Züchter gekommen waren. Auch etliche der Preisträger fehlten. "Wir stellen 96 Stück Geflügel und 115 Kaninchen aus", sagte der Vorsitzende. Es sei eine Freude, so viele Tiere präsentieren zu können. "Der Idealismus unserer Züchterinnen und Züchter verdient besondere Anerkennung und mit der Schau soll die Öffentlichkeit auf das schöne Hobby der Kleintierzucht hingewiesen werden", sagte Schmidt. Der Vorsitzende bemängelte die zahlreichen Auflagen, die es den Kleintierzüchtern nicht gerade leicht machen würden.

Als Preisrichter für Kaninchen fungierte Peter Wörtmann, für Tauben Norbert Zehnder und für das weitere Geflügel Wolfgang Kaiser.


Seit 1981 dabei

Der 67-jährige Otmar Pitschka aus Memmelsdorf stellte bei der Schau Amrock-Hühner, Vorwerk-Hühner oder Alaska-Hasen aus, einige seiner Zuchterfolge. Er ist, wie er sagt, "Kleintierzüchter mit Leib und Seele" und betreibt sein Hobby schon seit 981. Angefangen habe er beim Verein in Gleußen, wo er auch 15 Jahre Vorsitzender gewesen sei. Ihm gebe der Umgang mit den Tieren viel, "und es ist stets spannend, wie die Tiere bewertet werden", sagte Pitschka.

Ein Grußwort sprach Untermerzbachs Bürgermeister Helmut Dietz (SPD), der mit seiner Frau Ingrid eine Runde durch die Reihen der Käfige im Dachgeschoss des Züchterheimes drehte, um sich die Tiere anzuschauen. "Die Kleintierschauen haben im Züchterverein Untermerzbach schon lange Tradition und die heutige Schau bereichert das Kirchweihwochenende in Untermerzbach", sagte der Bürgermeister. Es falle auf, dass immer wieder die gleichen Personen Preise erringen würden. "Diese Jungtierschau zeigt die Wertigkeit eurer Arbeit mit den Tieren", lobte das Gemeindeoberhaupt.


Preisverleihung

Helmut Schmidt und sein Stellvertreter, Hubert Schineller, nahmen die Preisverleihung vor. Jungtiermeister wurden mit Rex-Kaninchen Adolf Hansky, mit Texanertauben Julian Aman und mit Sachsenenten Helmut Schmidt. Bei der Jugend war mit Zwergwidder-Kaninchen Tabea Trapper erfolgreich und mit Farbenzwerg-Kaninchen Lioba Höhn, die den Jungendkreisverbandsehrenpreis (JKVE) erhielt. Beim Geflügel konnte mit Sachsen-Enten Helmut Schmidt punkten, der einen Landesverbandspreis (LVP) bekam. Einen LVP bekam auch Julian Aman für seine Tauben Texaner schwarz.


Die besten Tiere

Einen Landesverbandsehrenpreis (LVE) erhielt Christian Schmidt für Kaninchen Deutsche Riesen, ebenso Adolf Hansky für Rex-Kaninchen. Martina Schmidt war mit Deutsch Kleinwidder erfolgreich, wofür sie einen Kreisverbandsehrenpreis (KVE) bekam.

Die beste Häsin stellte Oskar Vogel mit Separator und den besten Rammler Adolf Hansky mit Rex-Kaninchen. Ehrenpreise gab es zudem für Otmar Pitschka, Thomas Höhn, Johannes Reich und Martin Zier.