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Eltmann
Schärfere Maßnahmen

Ab sofort: Mundschutz auch im Unterricht - Schulklasse in Quarantäne

Die steigenden Corona-Fallzahlen machen die Schulen nervös. Die Schüler an weiterführenden Schulen müssen ab sofort auch im Unterricht Maske tragen.
 
Abstand halten fällt gerade Kindern und Jugendlichen schwer. An weiterführenden Schulen, wie hier dem Friedrich-Rückert-Gymnasium in Ebern, gilt nun auch im Unterricht Maskenpflicht. Statt 1,5 Metern Mindestabstand geht man mit zwei Metern auf Nummer sicher. Foto: Eckehard Kiesewetter
Abstand halten fällt gerade Kindern und Jugendlichen schwer. An weiterführenden Schulen, wie hier dem Friedrich-Rückert-Gymnasium in Ebern, gilt nun auch im Unterricht Maskenpflicht. Statt 1,5 Metern Mindestabstand geht man mit zwei Metern auf Nummer sicher. Foto: Eckehard Kiesewetter
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Die Johann-Baptist-Graser-Grundschule Eltmann blieb am Dienstag (20. Oktober 2020) geschlossen. Der Grund: Ein positiver Corona-Test eines Personalmitglieds. "Es ist kein Kind", bestätigte Verwaltungskraft Ellen Heinl. Mehr konnte sie zu diesem Zeitpunkt nicht sagen.

Die Schule bemühte sich, die Infektionsketten nachzuvollziehen und wird, in Absprache mit dem Gesundheitsamt, mit den Eltern zum weiteren Vorgehen in Kontakt bleiben. Nach derzeitgem Stand (21.Oktober 2020) bleibt die Schule bis einschließlich Freitag (23. Oktober 2020) geschlossen.

Positiver Test: Quarantäne an Schule

In Pfarrweisach ist eine Klasse in Quarantäne, ebenso Teile einer weiteren Klasse - die Schule ist jedoch nicht komplett geschlossen, wie zunächst berichtet. Außerdem gibt es Quarantäne-Fälle in einem Kindergarten in Wülflingen sowie an der Berufsschule in Haßfurt. 

Die anderen Schulvertreter im Landkreis Haßberge verfolgen die steigenden Covid-19-Fallzahlen mit Anspannung. Die gelbe Corona-Ampel bedeutet, dass die Schüler ab der fünften Klasse auch im Unterricht ihren Mund-Nasen-Schutz aufbehalten müssen. Die Kleinsten in der Grundschule bleiben vorerst verschont. Sie müssen nur auf ihren Wegen durchs Schulhaus Maske tragen. Steigt der Inzidenz-Wert allerdings über 50, gilt auch im Unterricht Maskenpflicht.

Gisela Schott, Rektorin an der Grundschule Haßfurt, konnte die Bedenken besorgter Eltern bislang zerstreuen. "Für die Kinder hat sich nichts geändert, sie kennen die Maskenpflicht ja schon", erklärt sie. Selbst die Kleinsten hätten sich erstaunlich schnell an die Vorgaben gewöhnt. "Und wenn ein Kind seine Maske vergessen hat, bekommt es halt von uns eine Einwegmaske", schließt sie.

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Kein Risiko im Klassenzimmer: Rektorin dämpft Sorgen

Manuela Küfner, Schulleiterin der Wallburg-Realschule Eltmann (591 Schüler), hatte sich am Freitag (16. Oktober 2020) noch recht entspannt zum Thema Maskenpflicht an Schulen geäußert. Alles in allem empfand sie die Lage "nicht so dramatisch", erklärte Küfner. Solange die Kinder die Masken an ihrem Platz abnehmen könnten, kämen sie gut zurecht.

Das ist nun Vergangenheit und die Maske Pflicht. Doch auch diese Herausforderung wird die Schulgemeinschaft laut Küfner überstehen: "Wenn die Fallzahlen steigen und die Kinder die Masken auch während des Unterrichts tragen müssen, ist das nicht schön, aber das bekommen wir auch hin."

Den Mindestabstand von 1,5 Metern, der seit dem Inzidenzwert über 35 ebenfalls verpflichtend ist, halten die Lehrer seit Schulbeginn im September ein. "Wir gehen während des Unterrichts nicht mehr durch die Klassen und schauen keinem Schüler mehr über die Schulter", erklärt Küfner, die gestern natürlich viel Organisationsarbeit zu leisten hatte.

Face Shields verboten: Kein Ersatz für Maske

Noch eine Anmerkung hat sie: Visiere, Face Shields, seien als Ersatz für den Mundschutz nicht erlaubt, da durch die großzügige Öffnung nach unten Tröpfchen entweichen können. Oberstudiendirektor Martin Pöhner findet die Vorgaben des Staatsministeriums "richtig und angemessen". Gleichwohl bedeuteten die Corona-Auflagen einen großen zusätzlichen Organisationsaufwand: "Jede Aktivität muss neu gedacht werden", sagt der Chef des Friedrich-Rückert-Gymnasiums in Ebern. Bei 600 Schülern eine Mammutaufgabe.

Pöhner kritisiert aber, dass der Gesellschaft suggeriert wird, Schulunterricht sei in Corona-Zeiten zu 100 Prozent möglich. "Ehrlicher wäre es, von 80 Prozent zu sprechen, dann müsste nicht alle fünf Minuten umgeplant werden", sagt er. Fußballspielen im Sportunterricht mit Maske funktioniere nicht und Abstimmungen über die Bedingungen für den Schwimmunterricht im Hallenbad seien ungeheuer aufwendig. Falls die Corona-Ampel auf Rot schalte, müsse man die Schüler wohl wieder in Gruppen A und B einteilen und jeweils nur für die halbe Klasse Präsenzunterricht anbieten. Ulrike Binder-Vondran, Rektorin der Grund- und Mittelschule Theres, kann die steigende Nervosität der Eltern gut verstehen. "Aber für die Kinder ist das kein Problem." Die Schule sieht sie gut vorbereitet. Aktuell sei alles entspannt. Mehr noch: "Wir arbeiten gut und wir haben aktuell 43 Tablets mit Stiften, die wir als Leihgeräte ausgeben können. Wir sind auf alles vorbereitet."

 

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