Aufgrund der stetigen Nachfrage wurden jetzt zu den bereits vorhandenen 14 Urnenstelen und zwei Urnenwänden auf dem städtischen Friedhof zwei weitere Stelen im Abteil III F (im Bereich Hundsanger) errichtet.

Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) verwies im Beisein von Verwaltungsrätin Christina Flauder, Bauhofleiter Michael Barnickel und Friedhofswärter Gerhard Bauernfeind auf die Veränderungen in der Bestattungsform: "Während in den letzten Jahrzehnten die klassische Bestattung in einem Grab oder einer Gruft sehr beliebt war, konnte man feststellen, dass viele Menschen für sich oder ihre Angehörige nach anderen Formen der Bestattung suchen."

So entwickelte sich in den letzten Jahren der Bestattungstrend weg von Erdbestattungen vor allem hin zu Urnenbestattungen. Die Stadt Kulmbach hat darauf reagiert und in den vergangenen Jahren immer neue Bestattungsformen ausgewiesen und angeboten wie eine Urnengemeinschaftsgruft, Urnenwiesengrab, Baumwiesengrab, Urnenwand und Urnenstelen. Die neuen Urnenstelen orientieren sich an der Bauweise der bereits vorhandenen Stelen und fügen sich somit gut in das Gesamtbild ein.

Wie OB Lehmann weiter bekanntgab, erfolgte nach einer Preiseinholung die Auftragsvergabe an die Firma Lauterbach und Schiller in Wirsberg. Je nach Bedarf sollen in den nächsten Jahren in diesem Bereich weitere Urnenstelen errichtet werden.

Als Verwaltungsrätin des Städtischen Friedhofes freute sich Christina Flauder, dass zwei weitere Urnenstelen bereitgestellt werden können:

"Es kamen immer wieder Anfragen an mich, wie es weitergeht, denn es haben immer wieder Bürgerinnen oder Bürger Bedenken, dass sie keinen Platz mehr in unserem Friedhof finden. Wir haben dieses Geld im Haushalt bereitgestellt, um diese Urnenstelen errichten zu können. Man geht weg von den großen Gräbern, und hier hat man trotzdem einen Ort zu trauern. Es ist wichtig für die Menschen, dass sie wissen, da kann ich hin und kann meiner Trauer auch Raum geben." Rei.