Wegen eines Auslandsaufenthaltes konnte Wolfgang Seel am 15. Dezember beim Ehrungsabend nicht die Ehrennadel der Stadt für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Wirtschaft entgegennehmen. Die Übergabe holte Bürgermeister German Hacker jetzt in den Firmenräumen an der Werner-Heisenberg-Straße nach.
Wie der Bürgermeister ausführte, gründete Wolfgang Seel 1985 die VIPA GmbH als Start-up-Unternehmen in Erlangen: ein Systemhaus für Automatisierungstechnik zu einer Zeit, als der Commodore 64 als Errungenschaft gefeiert wurde. Die ersten Produkte waren Ergänzungen und Optimierungen für bestehende Siemens-Systeme, in den 90er Jahren kamen die ersten eigenen SPS-Systeme (speicherprogrammierbare Steuerungen) hinzu, dann folgte Innovation auf Innovation. Heute sei VIPA mit seiner Produktpalette komplett aufgestellt, so unter anderem mit einer der schnellsten Hard-SPS der Welt, führte Hacker weiter aus.


Global Player

Längst habe sich das Unternehmen VIPA, das 2000 nach Herzogenaurach umsiedelte, vom Komponentenhersteller zum Lieferanten für komplette SPS-Systeme entwickelt: ein weiterer sehr erfolgreicher Global Player in Herzogenaurach.
Bereits 2009 wurde der Erweiterungsbau eröffnet und von Beginn an habe starkes Wachstum den Standort Herzogenaurach geprägt. Mittlerweile ist die VIPA GmbH in über 60 Ländern vertreten, hat fast 300 Mitarbeiter und ist ein kerngesundes Unternehmen. Eines, das auch weiter in Franken beheimatet ist, hier produziert und Arbeitsplätze schafft.
Das Unternehmen wachse zwar kontinuierlich, wolle aber mittelständisch bleiben: Weil die Wege kürzer sind und Entscheidungen so getroffen werden können.
Das werde nicht nur von den Kunden honoriert, sondern auch von der Öffentlichkeit. VIPA wurde mit dem "Jobstar" ausgezeichnet. Das Unternehmen gehört seit 2012 zur Yaskawa-Gruppe.
1999 gründete Wolfgang Seel darüber hinaus das Tochterunternehmen Profichip GmbH, das vereinfacht gesagt, die Chip-Hardware für VIPA hausintern entwickelt.


Mit gutem Beispiel voran

Unter der Leitung von Wolfgang Seel erhielt VIPA zahlreiche Auszeichnungen, so die Auszeichnung "Top Job", in den Jahren 2009 und noch einmal 2012. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der "persönlichen Freiheit, die das Unternehmen seinen Mitarbeitern gewährt", sowie der breiten Möglichkeit der Telearbeit.
Auch die Gesundheit der Mitarbeiter liegt Seel sehr am Herzen. Er hat seine Mitarbeiter immer wieder zum Sport animiert und ist beispielsweise oft mit dem Rennrad vorausgefahren.