Dreißig Seiten Schallschutznachweise habe es gebraucht, informierte Planer Gerhard Wittmann in der jüngsten Sitzung des Schlüsselfelder Stadtrats zum Bebauungsplan für die Johanniter-Wohnanlage. Durch die Bauleitplanung soll an der Bamberger Straße ein Wohn- und Dienstleistungskomplex der Johanniter Unfallhilfe ermöglicht werden.

Auf dem Areal, das bereits im Eigentum der Hilfsorganisation ist, werden gleichzeitig zehn Parzellen für Wohnhäuser ausgewiesen. Mit intensiven Lärmschutzauflagen soll zum einen der Gebäudekomplex gegen die Staatsstraße, zum anderen das Wohngebiet gegen die von den Parkplätzen ausgehenden Geräusche geschützt werden.

In der Sitzung wurde für das Bauleitverfahren die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit beschlossen. Zuvor erläuterte der Planer den Bebauungsplan mit seinen Festsetzungen. Entlang der Staatsstraße soll demnach der ein- bis viergeschossige Gebäudekomplex der Johanniter Unfallhilfe entstehen. Im Westen des Geländes sieht die Bauleitplanung die Festsetzung eines Allgemeinen Wohngebiets mit zehn Wohnhäusern mit maximal drei Wohneinheiten vor. Zwischen den 82 Parkplätzen (für den Dienstleistungskomplex der Johanniter) und dem Wohngebiet werde eine 2,50 Meter hohe Lärmschutzwand notwendig, erläuterte Wittmann. Weitere "passive" Lärmschutzmaßnahmen würden in Richtung zur Staatsstraße gefordert. Für die Wohngrundstücke wurden im Bebauungsplan Zisternen festgeschrieben, die für die Gartenbewässerung oder für Toiletten genutzt werden können.

Räte fordern konkrete Pläne

In der Sitzung wurde auch Kritik am zögerlichen Verhalten der Johanniter geübt: Für mehr Planungssicherheit forderten Dieter Hofmann und Rainer Herdegen (beide SPD), dass endlich konkrete Planungen vorgelegt werden. Bei der Stadt scheint man hingegen zu wissen, dass die Johanniter mit ihrer Planung "Gewehr bei Fuß" stehen. Schließlich stamme auch das im Bebauungsplan umgesetzte Konzept von den Johannitern. Letztendlich warte man nur noch auf das grüne Licht des Bundesverbands.