In großer Vorfreude auf die Arbeit der kommenden sechs Jahre startete der neue Gemeinderat von Stegaurach in dieser Woche mit seiner konstituierenden Sitzung in seine Amtszeit bis 2026. Sechs neue Gemeinderäte wurden vereidigt. Die Posten des Zweiten und Dritten Bürgermeisters blieben in den bewährten Händen von Bernd Fricke und Werner Waßmann.

Erster Bürgermeister Thilo Wagner lobte anerkennend, dass der Gemeinderat gleich bei der ersten Sitzung komplett anwesend war. "Ich denke, wir sind eine ganz gute Truppe, und freue mich auf die nächsten sechs Jahre", lautete sein Ausblick. Anschließend hatten alle Gemeinderäte Gelegenheit, sich kurz vorzustellen. Neu im Boot sind Verena Scheer, Frank Montag (beide FW-FL), Christine Weigmann-Popp (Grüne-Bürgerstimme), Uwe Metzner (SPD), Thomas Hack und Gert Lechner (beide CSU). Sie leisteten gleich zu Beginn der Sitzung ihren Eid.

Im Anschluss stellte Wagner die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung vor, "ein sehr gutes Team, schlagkräftig und innovativ", bevor die stellvertretenden, ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt wurden.

Zur Wahl des Zweiten Bürgermeisters trat außer dem bisherigen Amtsträger Bernd Fricke (Grüne-Bürgerstimme) Gert Lechner (CSU) an. Lechner, der bei der Kommunalwahl als Bürgermeister kandidiert hatte, wollte sich gerne auf diesem Posten für die Bürger einsetzen. Mit 14:7 Stimmen setzte sich allerdings Fricke durch. Er blickte in seiner kurzen Rede zur Wahlempfehlung auf eine "tolle, spannende Zeit" in den vergangenen sechs Jahren zurück. Angestoßene Projekte wie der Waldkindergarten, der neue Friedhof mit dem zweiten Bauabschnitt oder die Sanierung des Böttinger'schen Landhauses würden Stegaurach die nächsten 50 Jahre prägen, so Fricke.

Zwei Kandidaten von FW-FL

Um den Posten des Dritten Bürgermeisters bzw. Bürgermeisterin bewarben sich bisheriger Amtsträger Werner Waßmann und Margot Scheer (beide FW-FL). Waßmann wollte gerne wieder mitarbeiten, da es noch viel in der Gemeinde zu tun gäbe, auch bei seinem Schwerpunktthema Verkehr. Scheer warf ihren Hut insbesondere als "Frau in der Politik" in den Ring. Einer modernen Gemeinde wie Stegaurach stünde eine Bürgermeisterin gut an. Zudem empfahl sie sich als Teamplayerin im Bürgermeisterkreis. Mit 14:7 Stimmen setzte sich am Ende Waßmann durch.

Einstimmig wurde anschließend die neue Geschäftsordnung beschlossen sowie die Besetzung der einzelnen Ausschüsse nach dem Sainte-Laguë/Schepers Verfahren. Die Mitglieder des beratenden Finanzausschusses, Umwelt- und Verkehrsausschusses, des Ausschusses für Soziales, Kultur und Sport (SBKS) sowie des beschließenden Bauausschusses sind demnächst auf der Homepage der Gemeinde nachzulesen.

Unter dem Tagesordnungspunkt "Wünsche und Anfragen" dominierte wie zurzeit so oft das Thema Corona: Auf Nachfrage erklärte Bürgermeister Wagner, dass im Rathaus noch viele, auch von Ehrenamtlichen selbst genähte Masken erhältlich sind. Wie mit Mietzahlungen von Vereinen in der Corona-Krise umgegangen wird, soll in der nächsten SBKS-Sitzung behandelt werden. Claudia Musig (Grüne-Bürgerstimme) richtete einen Appell an alle Anwesenden, die Hygienemaßnahmen weiter einzuhalten. Das Verhalten eines Gemeinderates, der öffentlich an einer Demonstration gegen die Corona-Regeln teilgenommen hatte, verurteilte sie scharf.