Pläne, wie Kultur und Tourismus wieder in die Stadtverwaltung integriert werden sollen, gibt es offensichtlich noch keine.
Auch Bürgermeister Helmut Blank (CSU) weiß noch nicht, wie es gelingen soll, Henneberg-Museum, Volkshochschule, Tourismus und Marketing sowie Kultur im Allgemeinen in der Stadtverwaltung unterzubringen. Für Blank allerdings ist Fakt: "Es wird keine neue Abteilung Kultur im Rathaus geben."
Stattdessen wird der Bereich in die Abteilung 1 (Hauptamt) eingegliedert und dem geschäftsleitenden Beamten Stefan Bierdimpfl unterstellt. Die Volkshochschule könnte im Bürgerbüro untergebracht werden. Und der Rest? Ein Achselzucken, nicht nur beim Bürgermeister, auch bei den Stadträten.
"Von einem offiziellen Konzept über die Gestaltung der Kulturarbeit ist mir nichts bekannt", sagt Stadtrat Fabian Nöth dazu. "Ich bin der Ansicht, dass die Kulturarbeit auch ab 2018 im Schloss ihren Sitz haben sollte, da dies meiner Meinung nach das Kulturzentrum der Stadt ist."
Die anderen befragten Stadträte bleiben auf entsprechende Fragen im Unbestimmten und Nebulösen. "Neue Wege" würden sich ergeben, meinte Britta Bildhauer (SPD). Nur: Wie die aussehen sollen, ließ sie offen.
Man hängt in Münnerstadt in Sachen "Neuausrichtung Kulturarbeit" noch ziemlich im luftleeren Raum, obwohl jetzt die Zeit wäre, die Planungen für 2018 anzupacken. Ausstellungen im Museum wollen konzipiert sein, Konzert- und Kabarettabende geplant und die Protagonisten engagiert werden.


Stadtfest auf der Kippe?

Jedoch: Wer macht das? Und mit welchem Budget? "Wir wissen nicht, ob es im nächsten Jahr überhaupt ein Stadtfest gibt", sagt Roland Ballner vom TSV Münnerstadt. "Alles hängt in der Luft", ergänzt er, genauso wie den Hinweis, dass mit Inge Bulheller und Nadine Bötsch immer eine perfekte Zusammenarbeit gewährleistet gewesen sei.
Ob die neuen Mitarbeiter für Kultur, Museum und Volkshochschule auch die alten sein werden, steht ebenfalls noch nicht fest.