Eitel Sonnenschein herrschte in der Sitzung des Gemeinderates am Dienstagabend. So gestaltete sich die Neubesetzung der Ausschüsse einfacher als befürchtet. Auslöser war die Erklärung von Frank Günther, der in Zukunft nicht mehr der Fraktion der Bürgerliste Zukunft Himmelkron angehören und künftig fraktionslos im Gemeinderat sitzen will. Damit war klar, dass um den siebten Sitz im jeweiligen Ausschuss jeweils ein Losentscheid zwischen CSU, Freien Wählern, BZH und SPD nötig gewesen wäre.

Das wollten sich die Fraktionen ersparen. Da waren sich die Sprecher Harald Peetz (CSU), Manuel Gumtow (FW), Stefanie Meile-Fritz (BZH) und Peter Aßmann (SPD) einig. Übereinstimmend wurde die Zahl der Sitze in den Ausschüssen kurzerhand von sieben auf sechs verkleinert.

Auf Anraten der Regierung von Oberfranken wurde die Satzung der Gemeinde über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebiets "Ortskern Himmelkron" vom 12. September 1989 aufgehoben.

Lob für den Bauhof

Wie Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) dazu erklärte, bedeute das "kein Abhaken weiterer, notwendiger Projekte" wie etwa die Sanierung der "Alten Mälzerei", sondern nur um einen formaljuristischen Schritt.

Lob hatte der Bauhof von Pfarrerin Almut Weisensee und dem Kirchenvorstand Lanzendorf für die Instandsetzung der Natursteinmauer am Eingang zum Friedhof erhalten. Für die Zukunft empfahl der Gemeinderat dem Kirchenvorstand, dass Bestatter oder auch Privatpersonen mit ihren Kleingeräten die hintere Einfahrt am Torbogen der Kirche zum Friedhof nutzen sollen. Zur Ursache des Schadens an der Stützmauer am Kirchenring soll noch das Gutachten abgewartet werden.

In Himmelkron und den Ortsteile n Lanzendorf und Gössenreuth werden neue Feuerwehr-Sirenen notwendig. Während in Himmelkron und Gössenreuth die Sirene wieder auf dem Dach des Gerätehauses installiert wird, hatte sich die Festlegung des Standortes in Lanzendorf etwas schwieriger gestaltet.

Manuel Gumtow (FW) plädierte auch als Vorsitzender der Lanzendorfer Feuerwehr für ein gemeindliches Grundstück im Auweg. Dort müsste die Sirene an einen Masten installiert werden. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Förderanträge für die beiden Anlagen zu stellen.

Sirenen kosten 40 000 Euro

Insgesamt muss mit Kosten von bis zu 40 000 Euro ausgegangen werden, die allerdings vom Freistaat hoch gefördert werden. Bei Lanzendorf stimmte Katja Kreutzer (FW) dagegen.

Beschlossen wurde noch die Beschaffung eines Hochhubwagens und von vier Leitern für 2500 Euro für die gemeindlichen Feuerwehrgerätehäuser.

Zum Ergebnis der Jahresrechnung 2020 gab Gerhard Schneider bekannt, dass dem Vermögenshaushalt knapp 1,3 Millionen Euro zugeführt werden konnten. "Wir haben einen sehr ordentlichen Jahresabschluss erreicht, der ist auch auf die Ausgleichszahlungen zurückzuführen, die wir von Bund und Land erhalten haben." Für die Anlage eines Lkw-Stellplatzes auf einem rund 8000 Quadratmeter großen Grundstück am Frankenring erteilte der Gemeinderat sein Einvernehmen. Auf Zustimmung stieß auch der erneute Antrag des Landratsamts, die Sickerwässer von der Deponie Himmelkron in die Abwasseranlage einzuleiten.

Uwe Täuber (CSU) brachte im Auftrag einige Eltern die Verkehrssituation im Bereich Schulstraße/Gleisenhof zur Sprache. An der Engstelle sei eine Verbesserung notwendig. Schneider kündigte einen Ortstermin des Bauausschusses an. Manuel Gumtow erkundigte sich nach der Nutzung des Saales "Roter Adler". Laut Bürgermeister laufen derzeit Gespräche mit der Oberfrankenstiftung und den Mietern der früheren Schlossanlage.