Karl-Heinz Hofmann In Weißenbrunn werden Gemeindeverwaltung und Feuerwehr modernisiert. Mit neuer Technik in Mobilität bei der Feuerwehr Weißenbrunn sowie Investition in eine neue Computeranlage in der Verwaltung will man die Arbeit effizienter und schlagkräftiger gestalten. Dies geht hervor aus der ersten Sitzung des Gemeinderates nach der konstituierenden Sitzung am Dienstag in der Leßbachtalhalle unter der Leitung von Bürgermeister Jörg Neubauer (SPD). Alle Beschlüsse erhielten ein einstimmiges Votum des Gremiums.

Die Freiwillige Feuerwehr Weißenbrunn hatte im November unter Federführung von Kommandant Thomas Friedrich den Antrag auf die Neuanschaffung eines Ford Transit Custom Kombi als Mannschaftstransportwagen (MTW) gestelllt. Das derzeitige Fahrzeug wurde im Jahr 2003 gebraucht angeschafft, die Erstzulassung datiert auf Oktober 1995. Erster Kommandant Friedrich hatte immer wieder Mängel festgestellt. Als derzeit gravierend stellte er heraus: starker Rost bei den Türen, keine Leistung, Startschwierigkeiten und Ölverlust sowie starkes Rütteln und Schütteln bei der Fahrt - eindeutige Zeichen einer Altersschwäche also.

Feuerwehr spendet 10 000 Euro

Die Regierung von Oberfranken hatte mit einem Zuwendungsbescheid für die Beschaffung eines MTW im Wege der Projektförderung als Festfinanzierungsbetrag eine Zuwendung von 13 100 Euro bewilligt. Christian Höfner, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Weißenbrunn, hatte eine finanzielle Unterstützung durch den Feuerwehrverein von 10 000 Euro zugesagt.

Bürgermeister Neubauer informierte, dass man aus fünf Anfragen zwei Angebote erhielt. Das Ratsgremium entschied sich für das wirtschaftlich günstigste Angebot von der Firma Schulz Elektronic, Kronach, in Höhe von 30 575, 86 Euro. Nach Abzug der staatlichen Zuwendung von 13 100 Euro und der Spende der Feuerwehr in Höhe von 10 000 Euro verbleibt für die Gemeinde Weißenbrunn ein Eigenanteil von 7 475,86 Euro. Kämmerin Petra Marx bestätigte, dass die Haushaltsmittel für 2020 zur Verfügung stehen. Christian Spindler (FW) und Rathauschef Neubauer dankten der Feuerwehr für die Spende aus ihrer Vereinskasse.

Neue Computeranlage

Geschäftsleiter Markus Wagner und Verwaltungsfachangestellter Stefan Porzelt erörterten die Notwendigkeit der Anschaffung einer neuen Computeranlage (Hardware und Software) für die Gemeindeverwaltung im Rathaus. Als Hauptgründe hoben sie hervor, dass für die Anlage aus dem Jahr 2013 ab 2020 für die eingesetzten Betriebssysteme kein Support mehr zur Verfügung gestellt wird und auch keine Sicherheitspatches für die Betriebssysteme von Microsoft mehr ausgeliefert werden.

Die Ansprechzeiten seien vor allem beim Einschalten der PCs extrem lange. Sie bräuchten circa 15 Minuten zum Hochfahren. Dies sei bedingt durch das Alter der PCs und den Umstand, dass zum Zeitpunkt des Kaufs die schnellen SSD-Festplatten noch nicht zur Verfügung standen.

Ein weiterer Aspekt zur Erneuerung der Anlage ist für die Experten die immer höhere benötigte Leistungsfähigkeit der PCs und Server. Ferner wiesen sie darauf hin, dass mit der neuen Anlage eine relativ hohe Ausfallsicherheit gewährleistet werden könne.

Schließlich wurde der Auftrag für eine neue Computeranlage (Lieferung der Hard- und Software) an die Firma MR Datentechnik, Bayreuth, zum Preis von rund 37 255 Euro vergeben. Die Systemumstellung und Datenübernahme auf die Computeranlage wird von der Firma LinvingData, München, ausgeführt.

Der Vorschlag aus dem Gremium, die alte Anlage für einen guten Zweck zu vergeben, fand Zustimmung. Günther Oßwald (SPD) fragte, warum nicht Leasing ins Auge gefasst wurde. Der Bürgermeister meinte, dies sei von der Verwaltung geprüft worden und es ergäben sich daraus keine Vorteile für die Gemeinde.

Kämmerin Petra Marx informierte über die Abschlussarbeiten der Jahresrechnung 2019. Demnach ergibt die vorläufige Jahresrechnung eine Zuführung vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt von rund 985 941 Euro. Es kann somit eine Rücklagenzuführung von circa 63 338 Euro erfolgen. Dieser Betrag wird im Jahr 2020 wieder entnommen. Die Räte stimmten dem Beschluss zu. Die Mehrausgaben (über- und außerplanmäßige Ausgaben) werden soweit notwendig vom Gremium genehmigt.