Die Schützengesellschaft Coburg veranstaltete das zehnte Coburger Wehrmann-Gewehrschießen. An diesem Wettbewerb beteiligten sich insgesamt mehr als 30 Schützen aus Franken und Oberbayern.

Ein inzwischen gefestigter Teilnehmerkreis habe sich für diesen Schießwettbewerb etabliert, betonte Arpad von Schalscha. Das Wehrmann-Gewehrschießen sei "eine richtige schöne Sache", und jeder der Schützen komme gerne nach Coburg. Es werde bei diesem Wettbewerb der Bogen zwischen Historie und sportlichen Ansprüchen gespannt, umschrieb Arpad von Schalscha diesen Schieß-Event der Coburger Schützen.

Die historischen Wurzeln

Wo liegen die historischen Wurzeln für diesen Wettbewerb? "Wir wollen mit diesem Wettbewerb an die vor allem zwischen den Weltkriegen weit verbreitete Tradition des Sportschießens mit dem Hintergrund der Erhaltung oder Förderung militärischer Schießfertigkeiten erinnern, ohne jedoch mit unserem heutigen Wissen selbst diese Betrachtungsweise zu stützen", informierte der Organisator und Ausrichter Arpad von Schalscha. In dieser Epoche mit dem historischen Hintergrund des Weltkrieges, den zu nummerieren man noch keinen Anlass hatte, und der sich abzeichnenden gegenläufig weltanschaulichen Entwicklung einzelner europäischer Staaten sei diese Art des Sportschießens damals mit Sicherheit "zeitgemäß" gewesen und habe die ausschließlich sportlichen Aspekte heutiger Tage überwogen.

Die Waffen

Mit welchen Waffen darf geschossen werden? Zugelassen sind zeitgenössische Einzellader- oder Repetiergewehre entweder im Kaliber 22.l.f.B. oder 8,15x45R oder Militärgewehre mit KK-Einstecksystemen oder deren Nachbauten. Die Waffen dürfen nur mit offener Visierung mit maximal zwei Visierpunkten benutzt werden. Diopter oder Zielfernrohre sind ebenso wenig zulässig wie Stecherabzüge.

Wie wird der Wettkampf durchgeführt? Es werden insgesamt auf die 100 Meter entfernte Scheibe maximal fünf Schuss Probe aus beliebiger Position geschossen. Anschließend werden jeweils fünf Schuss liegend, knieend (sitzend) und in stehender Stellung auf die "Polizei-Ringscheibe 1" abgegeben. Es werden also 15 Schuss mit einem Ringmaximum von 150 Ringen abgegeben.

Die Ergebnisse

Wehrmann-Gewehrschießen 8,15x46R: 1. Andreas Wimmer, 145 Ringe; 2. Hartwig Judas (PSG Wunsiedel), 144; 3. Arpad von Schalscha-Ehrenfeld, 143; 4. Harald Weyrich (PSV Mellrichstadt), 139; 5. Kurt Pohan (Ascher Vogelschützen), 138;  6. Helmut Tennstädt (Ascher Vogelschützen), 135; 7. Karola Kießling (PSG Wunsiedel), 134; 8. Manfred Müller (PSG Wunsiedel), 132; 9. Peter Vogl (ESV Nürnberg, 127; 10. Alfred Tennstädt (Ascher Vogelschützen), 99 Wehrmann-Gewehrschießen KK: 1. Arpad von Schalscha-Ehrenfeld (SG Coburg), 147 Ringe; 2. Harald Weyrich (PSV Mellrichstadt), 146; 3. Karola Kießling (PSG Wunsiedel), 146; 4. Helmut Stubenrauch (Ebern), 145; 5. Hartwig Judas (PSG Wunsiedel), 145; 6. Manfred Müller (PSG Wunsiedel), 144; 7. Sebastian Drößmar (Ebern), 143; 8. Andreas Wimmer, 141; 9. Kevin Heider (Ebern), 140; 10. Lars Müller (SG Scheuerfeld), 140 Wehrmann-Gewehrschießen Mannschaft: 1. PSG Wunsiedel mit Karola Kießling, Hartwig Judas und Manfred Müller, 435 Ringe; 2. SG Ebern mit Sebastian Drößmar, Kevin Heider und Helmut Stubenrauch, 428; 3. Schützengesellschaft Coburg I mit Arpad von Schalscha-Ehrenfeld, Wolfgang Zeuß und Martin Gottfried, 399. des