Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst werden am Montag, 19. Oktober im Rahmen der flächendeckenden Streikmaßnahmen in Bayern ausgeweite, teilt die Gewerkschaft Verdi mit.

Beteiligt sind neben der Sozialstiftung die Stadtwerke, das Garten- und Friedhofsamt und der Entsorgungs- und Baubetrieb in Bamberg. Ferner werden Warnstreiks bei den Städten Forchheim, Lichtenfels und Bad Staffelstein sowie dem Markt Eggolsheim stattfinden. In Forchheim und Eggolsheim sind auch die Kindertagesstätten betroffen. Die Eltern werden rechtzeitig informiert, heißt es in der Pressemitteilung der Gewerkschaft weiter.

In drei Demonstrationszügen ziehen die Streikenden in Bamberg von der Sozialstiftung (ab 8.45 Uhr), den Stadtwerken (ab 9.15 Uhr) und dem Bahnhof (ab 9.25 Uhr) zur Abschlusskundgebung zur Promenade um 10 Uhr. Vor dem letzten und entscheidenden Verhandlungstermin am 22./23. Oktober soll der Druck auf die öffentlichen Arbeitgeber erhöht werden, "um sie endlich zu konstruktiven Verhandlungen zu zwingen".

"Die öffentlichen Arbeitgeber hätten es in der Hand gehabt, umfassende Streiks zu verhindern. Sie sind aber offensichtlich erst bereit, zu ernsthaften Verhandlungen zu kommen, wenn wir ihnen bewie-sen haben, dass wir auch in dieser schwierigen Situation hand-lungsfähig sind", betonte Doris Stadelmeyer, Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Oberfranken West. Es bleib bei der Forderung nach 4,8 Prozent, wenigstens 150 Euro und einer Pflegezulage für die Beschäftigten in den Krankenhäusern. red