Mit 20 Millionen Euro pro Jahr wollen die CSU und die Freien Wähler Kommunen unterstützen, die in nächster Zeit ihre Schwimmbäden sanieren müssen. Das ist im Koalitionsvertrag verankert, so der Wallenfelser Bürgermeister Jens Korn (CSU), der allerdings hinzufügt: "Das ist zu wenig."

In seinem Schwimmbad liegt ein Sanierungsstau in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro an. Investiert werden muss in Betriebstechnik und Bausubstanz. Diese Summe könne die Stadt Wallenfels angesichts ihrer Finanzsituation nicht aufbringen, so Korn.

Die Stadt hat sich nun, ebenso wie Ludwigsstadt, für Fördermittel aus dem Programm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen, Sport, Jugend und Kultur im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms (ZIP) des Bundes beworben. Eine Antwort steht noch aus.

Die Ludwigsstädter haben seit 1930 ihr Schwimmbad. Im Jahre 1956 wurde das Schwimmbecken erneuert. Die letzte umfassende Sanierung fand im Jahre 1974 statt, berichtet der geschäftsleitende Beamte Frank Ziener. Investiert werden müsse nun unter anderem in die Betriebstechnik und in die Beseitigung von Schäden am Beckenboden. Rund 4,4 Millionen Euro müssen Berechnungen zufolge aufgebracht werden, um diese einmalige Freizeiteinrichtung der fränkischen Rennsteig-Region attraktiver zu machen beziehungsweise um den aktuellen Erfordernissen anzupassen. Die Stadt hofft nun auf eine 90-prozentige Förderung. Fest steht für Ziener: "Wenn wir keine Förderung erhalten, können wir auch keine Sanierung durchführen."

Kein größerer Sanierungsbedarf besteht beim Naturerlebnisbad in Rothenkirchen. Bürgermeister Hans Pietz (FW) erklärt, dass vor rund drei Jahren die Sanitäreinrichtungen erneuert worden. Diese werden auch von den Nutzern des daneben liegenden Jugendzeltplatzes genutzt.

Seit dem Jahre 2007 hat Nordhalben mit dem Naturerlebnisbad eine besondere Freizeiteinrichtung. Laut dem geschäftsleitenden Beamten Joachim Ranzenberger stehen keine größeren Maßnahmen an. In Steinwiesen dagegen, so geschäftsleitender Beamter Rainer Deuerling, habe sich hingegen ein Sanierungsstau gebildet. In den vergangenen 20 Jahren wurden keine größeren Maßnahmen am und im Schwimmbad durchgeführt. Konkrete Planungen gebe es aber nicht. Katja Wich vom Bauamt Marktrodach spricht davon, dass beim "Rodach Beach" nahezu jedes Jahr Maßnahmen durchgeführt werden, um das Schwimmbad.

MdL Jürgen Baumgärtner spricht von 40 Millionen, die den Kommunen in Bayern in 2019/20 für die Sanierung ihrer Schwimmbäder zugute kommen sollen. Der Haushalt wird im Mai verabschiedet und dann gebe es auch die Förderungen.

vs