Das nächste Konzert im Rahmen des "Hochschulpodiums" bestreitet am Samstag, 22. April, um 20 Uhr im Kuppelsaal des Dorint Resort & Spa Bad Brückenau das Vivo Quartett. Dieses Ensemble gründeten Studenten der Hochschule für Musik Nürnberg, Hyunbee Kim (Violine), Josef Janda (Viola), Yimeng Xi (Violoncello) und Haeun Jang (Klavier), im Herbst 2015.
In der Anfangsphase wurden sie durch die von Yehudi Menuhin ins Leben gerufene Organisation "Live Music Now" Franken gefördert. Der Höhepunkt ihrer Konzerttätigkeit war bisher das Lorenz-Sebalder Sommerkonzert anlässlich des Max-Reger-Gedenkjahres 2016.
Zu dem Komponisten, den Paul Hindemith seinerzeit als "den letzten Riesen in der Musik" bezeichnete, scheint das Quartett eine besonders innige Beziehung zu pflegen: Neben Werken von Franz Schubert und Johannes Brahms steht nämlich Max Reger auch diesmal im Fokus - konkret sein Klavierquartett Nr. 2 a-Moll op. 133.


Der letzte Lebensabschnitt

Dieses Klavierquartett markiert den letzten Abschnitt im Leben von Max Reger. Wie für den Komponisten typisch, schrieb er es in sehr kurzer Zeit und hochmotiviert, nachdem er im Frühjahr 1914 infolge eines Zusammenbruchs von seinen Pflichten als Leiter der Meininger Hofkapelle befreit wurde. Ein Schreibverbot auf dem Krankenbett hielt ihn jedoch nicht davon ab, sofort wieder mit dem Komponieren zu beginnen. Während der Kuraufenthalte in Meran und Berchtesgaden entstand zunächst sein wohl populärstes Werk, die Mozart-Variationen op. 132 und unmittelbar danach - in den ersten Wochen des gerade ausgebrochenen Weltkrieges - das Klavierquartett. Im Gegensatz zur dämonischen Düsterkeit des ersten Klavierquartetts von 1910 strahlt Regers zweites Werk dieser Gattung eine unbeschwerte Musizierfreude aus.
Musikalisch gemäßigt, blieb der "letzte Riese" im richtigen Leben aber weiterhin maßlos. Sein Lebensstil, der sich durch einen exzessiven Alkohol- und Nikotinverbrauch auszeichnete, hatte zum frühen Tod im Alter von nur 43 Jahren geführt - Reger starb am 11. Mai 1916 in einem Leipziger Hotel an Herzversagen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. red