Am 6. Januar verlor Emely mit nur 23 Jahren durch einen Unfall ihr Leben. Ihre Mutter muss nun einen unbeschreiblichen Schmerz verarbeiten. Eine Angehörige möchte helfen.
Emely fuhr am Dienstag (6. Januar 2025) gegen 16.20 Uhr im Auto auf der Staatsstraße 2409 zwischen Schwabach und dem Rohrer Gemeindeteil Regelsbach (Landkreis Roth). Auf dem Beifahrersitz ihr 26-jähriger Freund. "Sie fuhren gut gelaunt von ihm zu ihr", berichtet Emelys Tante Claudia Döhler inFranken.de von dessen Erzählungen. "Die Straßen waren glatt und sie hat wohl als Fahranfängerin die Gefahr unterschätzt. Als dann das Auto von der Straße abkam, hatte sie keine Zeit mehr zu reagieren. Es ging alles zu schnell", so die Zirndorferin weiter.
Das Auto prallte gegen einen Baum. Die 23-Jährige erlag noch vor Ort ihren Verletzungen, wie inFranken.de berichtete. Ihr Freund überlebte schwer verletzt. Von jetzt auf gleich verlor Martina Mauder ihre einzige Tochter, die beiden Söhne verloren ihre Schwester. "Seit diesem Tag kämpft meine Schwester nicht nur mit einem unvorstellbaren Verlust, sondern auch mit den praktischen Folgen: den Kosten für die Beerdigung, der Auflösung von Emelys Wohnung, Miete und laufenden Verpflichtungen, die sie allein nicht tragen kann", schreibt Döhler in einer Spendenkampagne auf gofundme.com.
Nach Verlust ihrer Tochter in Mittelfranken: Alleinerziehende Mutter vor finanziellen Hürden
"Emely hatte so viel vor und so viele Ideen. Es ist schrecklich", sagt ihre Tante bestürzt und beschreibt sie als einen Menschen "voller Wärme, Humor und einer Leichtigkeit, die andere sofort mitgerissen hat". Sie habe sich erst vor zwei Monaten als Kosmetikerin selbstständig gemacht und ihre eigene Wohnung eingerichtet, von der die Küche noch abbezahlt werden müsse. Mutter Martina habe laut ihrer Schwester "ihr Leben lang hart gearbeitet, als alleinerziehende Mutter von drei Kindern und als engagierte Altenpflegerin".
Die Familie habe sie allein getragen und "trotz jahrzehntelanger Arbeit" kaum Rücklagen bilden können, wie es in der Kampagne heißt. Döhler geht davon aus, dass ihre Schwester wohl ein halbes Jahr nicht arbeiten könne und nur Krankengeld bekommen werde. Ein Sohn studiere noch, der andere sei in der Ausbildung. "Die beiden können ihre Mutter also auch nicht unterstützen", sagt sie weiter im Gespräch. "Darum bitten wir um Unterstützung. Jeder Beitrag - ob klein oder groß - hilft ihr, wenigstens die finanzielle Last zu verringern und sich in dieser schweren Zeit auf das Wesentliche zu konzentrieren: den Abschied von ihrer Tochter", ist auf gofundme.com zu lesen.
Ebenfalls mit Trauer und finanziellen Herausforderungen zu kämpfen hat Eva Siegler aus dem Kreis Main-Spessart. Ihr Mann und Vater ihrer drei Kinder starb im November mit nur 47 Jahren. Viele Menschen berühren die Schicksale der fränkischen Familien. Claudia Döhler zeigt sich in ihrer Kampagne "zutiefst berührt" von der bisher erhaltenen Anteilnahme und Hilfsbereitschaft. "Danke von Herzen für diese Welle an Menschlichkeit."