Olympiamedaillen-Gewinner Ueli Kestenholz ist tot. Der Wintersport-Star starb am vergangenen Wochenende bei einem Lawinenunglück im Lötschental.
Die Schweiz trauert um einen Wintersport-Star: Snowboard-Legende Ueli Kestenholz ist am Sonntag, 11. Januar 2026, bei einem tragischen Lawinenunglück ums Leben gekommen. Er wurde 50 Jahre alt.
Laut Kantonspolizei Wallis ereignete sich das Unglück im Lötschental im Kanton Wallis auf dem Gebiet der kleinen Gemeinde Kippel. Dort habe sich gegen 12.14 Uhr in der Ostflanke des "Hockuchriz" auf etwa 2400 Metern Höhe eine Lawine gelöst.
Olympia-Bronzemedaillengewinner Ueli Kestenholz tödlich verunglückt
Kestenholz war dem Polizeibericht zufolge gemeinsam mit einem Skifahrer unterwegs, der sich vor dem Lawinenabgang selbstständig in Sicherheit bringen konnte. Der 50-jährige Snowboarder hingegen wurde von der Lawine erfasst und verschüttet.
Die Rettungskräfte der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO) und drei Helikopter der Air Zermatt waren im Einsatz, um ihn aus dem Schnee zu bergen. Der schwer verletzte Sportler wurde zunächst ins Spital Visp und später ins Spital Sitten geflogen, wo er verstarb. Zuerst hatte die Berner Zeitung berichtet, dass es sich bei dem Lawinenopfer um den Snowboard-Start handelte.
Das Lötschental liegt im südlichen Teil der Schweiz, im Kanton Wallis, und erstreckt sich zwischen den Berner und Walliser Alpen. Es beginnt am Lötschenpass und mündet bei Gampel ins Rhonetal, mit malerischen Dörfern wie Kippel und Wiler entlang des Tals. International bekannt ist das Lötschental für seine beeindruckende Landschaft, traditionelle Bräuche und als beliebtes Ziel für Wanderer, Skifahrer und Freerider.
Schweizer Sportgeschichte geschrieben
Ueli Kestenholz war eine prägende Figur des Schweizer Snowboardsports. In seiner aktiven Karriere ab den frühen 1990er Jahren erzielte er zahlreiche Erfolge. Bei den Olympischen Spielen 1998 in Nagano gewann er im Snowboard-Riesenslalom die Bronzemedaille und schrieb damit Schweizer Sportgeschichte. Neben seiner Teilnahme an den Olympischen Spielen 2006, wo er beim Snowboardcross antrat, war Kestenholz auch ein Pionier in der Freeride-Szene. Er widmete sich in den letzten Jahren verstärkt dem Filmen und der Förderung des Schneesports, wie das Fachportal Swiss-Ski hervorhob.
Der Schweizer Skiverband Swiss-Ski zeigte sich tief betroffen von dem Verlust. "Wir sprechen den Angehörigen und Nahestehenden von Ueli unser tiefstes Beileid aus", sagte Swiss-Ski-Präsident Peter Barandun. In einer offiziellen Mitteilung würdigte der Verband Kestenholz als herausragenden Sportler und Menschen, der den Schweizer Schneesport maßgeblich beeinflusst habe. Sein Engagement und seine Leidenschaft für den Sport werden unvergessen bleiben.