Vor wenigen Wochen sind im Tiergarten Nürnberg sechs Löwenjunge zur Welt gekommen. Nun gibt es augenfällig traurige Neuigkeiten.
Zum zweiten Weihnachtsfeiertag (26. Dezember 2025) freute sich der Tiergarten in Nürnberg über Nachwuchs. Die asiatische Löwin Aarany hatte nach Angaben des städtischen Zoos sechs Jungtiere zur Welt gebracht.
Nicht alle kleinen Raubkatzen haben es damals geschafft. Eines der sechs Löwenbabys starb bereits kurz nach der Geburt. Nun gibt der fränkische Tiergarten ein Update zu den fünf kleinen Löwen, die von ihrer Mama bislang liebevoll umsorgt wurden. Doch die Kamerabilder zeigen nur noch vier Jungtiere. Was ist mit dem fünften passiert? Die Tierpfleger geben eine Vermutung ab.
Tiergarten Nürnberg: Fünftes Löwenbaby vermutlich tot
In einem Facebook-Post vom Mittwoch (14. Januar 2026) teilt der Tiergarten Nürnberg ein aktuelles Foto aus dem Raubtierhaus. "Löwin Aarany kümmert sich darauf weiterhin intensiv um ihren Nachwuchs", schreiben die Verantwortlichen zu dem Bild, auf dem sich die Jungtiere eng an ihre Mama schmiegen. Doch es gibt auch traurige Neuigkeiten: Seit acht Tagen habe man auf den Aufnahmen des Geheges nur noch vier Jungtiere identifizieren können.
Wie die Einrichtung im Netz schreibt, vermute man, dass das fünfte Löwenjunge wohl nicht mehr am Leben ist. "Wir gehen davon aus, dass das fünfte Tier nicht mehr lebt und entweder außerhalb des Kamerabildes liegt oder höchstwahrscheinlich von der Mutter gefressen wurde", heißt es in dem Post. Da sich das Verhalten der Löwin nicht verändert habe, spreche dies für den Tod des Jungtieres. Was, wie die Tierpfleger betonen, ein natürlicher Prozess sei.
"Wenn eine Löwenmutter die Überlebenschancen eines Jungtieres als gering einschätzt, wird dieses in der Regel vom Muttertier aufgefressen", heißt es in dem Facebook-Beitrag. Das Fressen der eigenen Babys sei ein natürliches Verhalten der Tiere und auch biologisch sinnvoll. "Die Energie des toten Jungtieres steht der Mutter wieder zur Versorgung der vitalen Welpen zur Verfügung. Außerdem wird so vermieden, dass der Kadaver die Gesundheit der anderen Jungtiere gefährdet oder in der Natur Aasfresser anlockt", so die Tierpfleger.
"Das ist die Natur": Tierpfleger greifen nicht ein - zum Schutz der anderen
Da Raubtiere sehr empfindlich auf Störungen reagieren, wenn die Jungtiere noch sehr klein sind, könne man "zum Schutz der vitalen Welpen" in solchen Situationen nicht eingreifen. "Dies kann dazu führen, dass alle Jungtiere von ihr getötet und gefressen werden, wenn sie das Gefühl hat, die von ihr anhängigen Jungen seien nicht mehr sicher", erklären die Tierpfleger. Daher kann zum aktuellen Stand auch nicht sicher festgestellt werden, ob das fünfte Jungtier tatsächlich tot ist, es kann jedoch stark angenommen werden.
Im Netz tauschen sich Nutzer unter dem Post zum neuesten Update der kleinen Löwen aus. Trotz trauriger Neuigkeiten zeigt sich viel Verständnis für die aktuelle Situation und die Arbeit der Tierpfleger. So schreibt eine Userin: "Das ist die Natur, egal ob in freier Wildbahn oder in einem Zoo/Tierpark." Andere wünschen der Mama und ihren Babys weiterhin viel Glück: "Daumen sind weiterhin gedrückt."