In der evangelischen Kindertagesstätte "Villa Kunterbunt" geht es eng zu - dank der erfreulichen Zunahme der Kinderzahl in der Gemeinde Weitramsdorf. Deshalb beschloss der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung eine Erweiterung des Gebäudes durch einen Anbau für zwei Gruppen.

Den Vorentwurf erläuterte der Planer Lutz Wallenstein. Dieser war mit der Kindertagesstättenleitung, der Kirchengemeinde, dem Kirchengemeindeamt, dem Landratsamt und der Regierung von Oberfranken so abgestimmt worden. Per einstimmigem Beschluss wurde die Verwaltung beauftragt, den notwendigen Zuwendungsantrag bei der Regierung von Oberfranken zu stellen.

Nach der ersten Kostenschätzung wird mit Baukosten von einer Million Euro gerechnet, wobei laut dem Geschäftsleiter der Gemeinde, Heiko Geuß, mit einem Zuschuss von 50 Prozent der förderfähigen Kosten zu rechnen ist.

"Es geht aufwärts mit der Kinderzahl in Weitramsdorf", stellte Heiko Geuß fest.

Bedarfsplanung verabschiedet

Die durchschnittliche Kinderzahl pro Jahrgang beträgt 42. Deshalb war eine Bedarfsplanung und Bedarfsanerkennung von Kinderbetreuungsplätzen nötig, die einstimmig verabschiedet wurden. Ausgegangen wurde dabei von einem Betreuungsbedarf von 90 Prozent. Erfahrungsgemäß beträgt die Betreuungsquote bei Kindern ab drei Jahren nahezu 100 Prozent.

Da die Gemeinde eine attraktive Zuzugsgemeinde sei, wie Geuß erklärte, und eine Nachfrage nach Bauplätzen bestehe, sollten 270 Betreuungsplätze angestrebt werden, davon 149 in Weitramsdorf und 124 in Weidach. Die künftigen Betreuungsplätze würden in Weitramsdorf fünf Regel- und zwei Krippengruppen umfassen, in Weidach vier Regel- und zwei Krippengruppen. Um dies zukunftsgerecht zu schaffen, sind die Erweiterung in Weitramsdorf und ein Neubau in Weidach nötig. Letzterer wurde von Geuß in den Raum gestellt, da der bisherige Kindergarten keine Erweiterungsmöglichkeit biete.

Kritik an der Sparkasse

Gemeinderat Harri Schleifenheimer (CSU) prangerte die Schließung der Sparkasse in Weitramsdorf an, wobei dies vor allem ältere Bürger treffe. Bürgermeister Andreas Carl (DGN) entgegnete, dass an der Entscheidung der Sparkasse nicht mehr zu rütteln sei und dass ihm die ortsansässige VR-Bank zugesichert habe, nicht dichtzumachen.

Gemeinderätin Anita Dorn (ÜPWG) bat darum, am Wasserturm in Weidach neue Parkplätze zu schaffen, da Bedarf bestehe. Bürgermeister Carl versprach ihr: "Ich kümmere mich darum."