E s macht einfach Spaß, an einem sonnigen, warmen Herbsttag durch die Forchheimer Innenstadt zu spazieren und die Geschäfte mit all ihren Waren zu erkunden. In den Läden bekommen wir nette Beratung und das Sortiment kann sich wirklich sehen lassen. Kein Shopping-Center auf der grünen Wiese, geschweige denn ein Internet-Versandhändler können das ersetzen. 2000 Menschen arbeiten in den Läden der Stadt, bei Dienstleistern oder in der Gastronomie. Unsere Händler leben von den Kunden aus der Region und zahlen wiederum Steuern an die Stadt. Genau das gilt es auch erhalten. Beratungsklau gefährdet diese harmonische Vielfalt in der Stadt. Milliardenschwere Giganten wie Amazon und Co verziehen sich in sogenannte Steueroasen, zahlen so gut wie keine Abgaben.

S oll das die schöne, neue Zukunft sein? Meine Eltern besaßen früher ein kleines Textilgeschäft, sie lebten für ihre Kunden, waren immer für sie da. Wenn solche Geschäfte aus den Innenstädten verschwinden, jammern die Menschen und beklagen das als einen Verlust. Doch die Kunden haben es in der Hand: mit ihren Geldbeuteln können sie abstimmen, was für eine Region wie Forchheim wirklich wichtig ist. Leere Gassen, mit zugeklebten Schaufenstern wird sich ja wohl kaum einer wünschen.