Noch vor ein paar Jahren war es mehr als unsicher, ob Annika Uhmann ihren Schulabschluss überhaupt jemals schaffen würde. Doch auf den letzten Metern ihrer Schullaufbahn hat sie sich mächtig hineingekniet und wurde am Ende beste Schülerin ihrer Schule in Hirschaid. Mehr noch: Zusammen mit vier weiteren Schülern wurde sie jetzt vom staatlichen Schulamt zudem als Beste ihres Jahrgangs geehrt.
Diese Ehrung, bei der ausschließlich Schüler an Mittelschulen der Region Bamberg für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet werden, fand heuer zum zweiten Mal statt. "Wir haben dieses Jahr extrem viele gute Schulabschlüsse zu verzeichnen. Selbst im EinserBereich waren überdurchschnittlich viele Schüler darunter", freute sich Schulrat Wolfgang Zeis bei der Ehrung im Schulamt.
Glückwünsche gab es auch vom IHK-Präsidenten Heribert Trunk und vom HWK-Vizepräsidenten Matthias Graßmann. Beide lobten die Leistungen der Schüler und führten ihnen vor Augen, welch großartigen Zukunftschancen nun vor ihnen lägen - die sie allerdings auch ergreifen sollten. "Im Handwerk in Oberfranken fehlen aktuell 18 000 Beschäftigte und Facharbeiter. Davon rund 1000 mit akademischer Laufbahn und 17 000, die aus der beruflichen Bildung kommen", berichtete Trunk. Daher hätten die jungen Menschen alles richtig gemacht, indem sie ihren Schulabschluss auf einer Mittelschule absolvierten.
Bürgermeister Christian Lange (CSU) verglich den Lebensweg mit dem Sport: "Die Schullaufbahn ist wie ein Marathonlauf. Beide werden erst auf den letzten Metern gewonnen und nur, wer alle schwierigen Strecken überwinden konnte, und vor allem seine Kräfte richtig einteilte, erreichte sein Ziel."