von unserem Mitarbeiter Werner Baier

Strullendorf — Die helle Begeisterung rief die CSU-Fraktion mit ihrem Antrag, ein umfassendes Verkehrskonzept für den Ortskern von Strullendorf anzufordern, im Gemeinderat nicht hervor. Am Ende wurde mit 9:7 beschlossen, ein unabhängiges Planungsbüro zu beauftragen. Erwartet werden Vorschläge für den fließenden und ruhenden Verkehr. Berücksichtigt werden sollen die angespannte Parksituation im sogenannten Siedlungsgebiet und die Verkehrssicherheit.
CSU-Fraktionssprecher Georg Dresel begründete den Antrag damit, dass in der Vergangenheit auftauchende Verkehrsprobleme immer nur in Einzelfällen aufgegriffen worden seien, es fehle die Gesamtschau. Dresels Fraktionskollege Philipp Spörlein ergänzte: 2012 sei in der Pfarrer-Rickert-Straße ein eingeschränktes Halteverbot erlassen worden, um die Abholung des Mülls und die uneingschränkte Befahrbarkeit des Rettungswegs zu gewährleisten. Denn hier waren alle Verkehrsteilnehmer durch enge Straßen und viele geparkte Fahrzeuge beeinträchtigt. Nach dem Erlass der neuen Parkregelung sei zwar die Pfarrer-Rickert-Straße entlastet, umliegende Straßen aber noch mehr zugeparkt worden.
Vor allem im Bereich des Friedhofs sei es nötig, Parkplätze zu markieren und eine sinnvolle Beschilderung vorzunehmen. Als weitere neuralgische Verkehrsknoten nannte Philipp Spörlein die Einmündungen des Stockwegs und der Pestalozzistraße: Sie seien zu eng für den Begegnungsverkehr und darüber hinaus unübersichtlich.
Weil das Ordnungsamt bald Fahrbahnmarkierungen erneuern oder ergänzen will, verlangt die CSU-Fraktion, das Verkehrskonzept abzuwarten. Die Verwaltung soll klären, ob für diesen Aufwand ein Förderprogramm angezapft werden kann. Spörlein meinte, es genüge nicht, den ruhenden und fließenden Verkehr, also das Parken und die Fahrgeschwindigkeit, zu kontrollieren. Man müsse das Übel bei der Wurzel packen.
Widerspruch erntete er dafür nicht. Christian Beickert (SPD) forderte aber, das Verkehrskonzept auf einige wenige Brennpunkte zu beschränken. Im Übrigen sollte sich nicht nur der Verkehrsausschuss, sondern der gesamte Gemeinderat der Verkehrsprobleme annehmen.
Stefan Zahner und Andreas Kehl von der Neuen Liste räumten zwar ein, dass die Verkehrsregelung des Ortskerns von Strullendorf "schon einmal angepackt" werden müsse. Sie wollten in diesem Jahr aber ganz klar die Priorität auf die Verkehrsfragen des Ortsteils Geisfeld legen.
Bürgermeister Wolfgang Desel (CSU) erklärte, dass die Geisfelder Verkehrsprobleme derzeit mit dem Staatlichen Bauamt und der Direktion für ländliche Entwicklung erörtert würden. Das Verfahren sei im Gang. Und ganz sicher werde mit Neuerungen im Verkehrskonzept für den Ortskern nicht nur der Ausschuss, sondern der komplette Gemeinderat befasst.