Heimatverbunden, bodenständig und bescheiden - so wird Erzbischöflicher Geistlicher Rat Richard Schmitt vielen Kirchehrenbachern und Reifenbergern in Erinnerung bleiben. Am 13. November verabschiedete sich der langjährige Seelsorger von St. Bartholomäus Kirchehrenbach mit der Filialkirche St. Nikolaus im Alter von 83 Jahren zu seinem Herrgott.
Mit Schmitt wird am Dienstag, 21. November, ein Geistlicher zu Grabe getragen, der in Kirchehrenbach und Reifenberg tiefe Wurzeln geschlagen hat. Der Seelengottesdienst in St. Martin Forchheim beginnt um 12 Uhr mit anschließender Beerdigung um 13.30 Uhr auf dem alten Friedhof in Forchheim.
Von 1983 bis zu seinem Ruhestand 2004 war der aus Forchheim stammende Geistliche in der Pfarrei St. Bartholomäus mit seiner Filialkirche St. Nikolaus Reifenberg tätig. Doch auch während seines Ruhestandes war Schmitt für die Kirchehrenbacher Gläubigen, vor allem für die Reifenberger da. Bis vor einem Jahr, so es seine Gesundheit erlaubte, half er bei Gottesdiensten aus. Das wurde sehr geschätzt, wie Kirchenpfleger Martin Kraus von St. Nikolaus und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Josef Gebhardt
von St. Bartholomäus berichten. "Sogar, als er einmal seinen Arm gebrochen hatte, war er da", erzählt Kraus.
Schmitt war ein Seelsorger, dem der Brückenschlag zu den Gläubigen sehr wichtig war, der auf die Menschen zuging und den Kontakt zu ihnen suchte, sich um ihre Anliegen kümmerte. Während seiner Amtszeit wurden die Pfarrkirche St. Bartholomäus sowie das Pfarrhaus komplett renoviert. Geistlichem Rat Richard Schmitt, 1934 in Forchheim geboren, war schon in jungen Jahren klar, Priester zu werden. Seine Priesterweihe erhielt er am 19. März 1962 im Bamberger Dom von Erzbischof Josef Schneider. Seine erste Pfarrstelle war Ebensfeld. Ehe er nach Kirchehrenbach kam, war er Pfarrer in Uffenheim, Nürnberg und Bayreuth. Schuldekan und Schulbeauftragter im Dekanat Ebermannstadt war er von 1985 bis 1997. Zum Erzbischöflichen Geistlichen Rat wurde er 1999 ernannt. Seit seinem Ruhestand lebte er in seinem Heimatort Forchheim im Hause seiner Schwester Betty Lösel. Zufriedenheit zog sich wie ein roter Faden durch sein Leben.
Auch die Kirchehrenbacher und Reifenberger gedenken ihres ehemaligen Pfarrers. Am Montag, 20. November, findet in der Pfarrkirche St. Bartholomäus um 18 Uhr eine Rosenkranzandacht statt und am Donnerstag, 23. November, um 18.30 Uhr ein feierliches Requiem.