"Mit bunten Monstern gegen Taschendiebstahl", unter diesem Motto startete die Bundespolizeiinspektion Selb in dieser Woche am Bahnhof Kulmbach die EU-Präventionskampagne "Stop Pickpockets". Es ist ein Projekt zur Prävention gegen den Taschen- und Handgepäckdiebstahl.

Sprecher Dieter Pfitzner hatte mit seinen Mitarbeitern und Ralf Landeck von der DB Sicherheit in Nürnberg im Eingang des Kulmbacher Bahnhofes einen Stand aufgebaut, um die Reisenden anzusprechen und für die Präventionskampagne zu sensibilisieren. Die Bahnreisenden erhielten auch wichtige Informationen zu den Strategien der Täter und Tipps zur Vorbeugung.

Aus Sicht der Bundespolizei ist das Beratungs- und Informationsangebot wichtig. Beteiligt sind verschiedene EU-Organisationen wie Europol (Europäisches Polizeiamt), Railpol (Netzwerk der europäischen Bahnpolizeibehörden) und EUCPN (Europäisches Netzwerk für Kriminalprävention).

Wie Pfitzner aufzeigte, geht es vor allem darum, ein Bewusstsein für die Gefahren zu schaffen, potenzielle Opfer zur Vorsorge anzuhalten und Tatgelegenheiten zu verringern. Das Kernelement stellt neben den bunten "Monstern" das international einheitliche Aktionslogo dar, welches einen hohen Wiedererkennungswert gewährleisten soll.

Präventionsbeauftragter Manfred Ludwig verwies darauf, dass Taschendiebe immer unterwegs seien und vor allem das Gedränge in Bahnhöfen oder in den Zügen nutzen, um unentdeckt zuzuschlagen. "Sie gehen mit Tricks und oft in Teams arbeitsteilig vor. Während ein Täter zum Beispiel eine Person ablenkt, begeht ein anderer den Diebstahl."

Die Methoden seien vielfältig und zwei davon stellte Manfred Ludwig zusammen mit Heidi Schrögel vor. So treten die Kriminellen als Touristen auf und fragen ihr Opfer nach dem Weg - und während das Opfer zu helfen versucht und den Stadtplan in beide Hände nimmt, stibitzen sie Wertsachen aus der Handtasche.

Weitere Tricks sind der "Scheibenklopfer", der "Stauerzeuger" oder "Anrempler" sowie der "Blumenschenker" oder der "Beschmutzer".