Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Stadt-Umland-Bahn (Stub) ist getan: Der Erlanger Stadtrat befürwortet auf Grundlage der sogenannten Voruntersuchung die Fortführung der Planungen. Diesen Planungsstand der Verkehrsanlagen können die Fachplaner für die Ingenieurbauwerke sowie die Schall- und Umweltgutachter nun als Ausgangspunkt für ihre weitere Arbeit nehmen, teilt die Stadtverwaltung mit.

Mit der Voruntersuchung wurden die Pläne für das Straßenbahnprojekt zwischen den Städten Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach weiter verfeinert. Mussten für das mittlerweile abgeschlossene Raumordnungsverfahren bei der Regierung von Mittelfranken Pläne im Maßstab 1:10 000 vorgelegt werden, wurde die Detailtiefe in der jetzt abgeschlossenen Voruntersuchung vervierfacht (Maßstab 1:2500). Für die abschließende Genehmigung des Projekts im sogenannten Planfeststellungsverfahren muss nun im nächsten Schritt eine Genauigkeit im Maßstab 1:500 erreicht werden.

Die vorliegende Planung wurde unter anderem im Bereich der Regnitzquerung, aber auch in zahlreichen Straßenzügen, etwa der Nürnberger oder der Hammerbacher Straße, optimiert. Variantenuntersuchungen stehen noch für den Bereich zwischen Hutgraben und Weinstraße in Tennenlohe, im Bereich der Brucker Lache, bei der Unterführung zwischen Goethestraße und Großparkplatz sowie im Bereich Büchenbach aus. Ferner findet aktuell ein Planungswettbewerb für die Regnitzgrundquerung statt, bei dem das Planungs- und Architekturbüro für das größte Bauwerk der Strecke gesucht wird.

"Dass wir die Stub für eine klimafreundliche Verkehrswende brauchen, ist unbestritten. Unbestritten ist aber auch, dass das Großprojekt unsere Stadt an vielen Stellen verändert. Deshalb planen wir sorgfältig und in kleinen Schritten und nehmen weiterhin die vielen wertvollen Anregungen der Bürgerinnen und Bürger auf. Das sind jetzt die Mühen der Ebene, aber ich bin mir sicher, dass sich dieser Weg lohnt", sagte Oberbürgermeister Florian Janik (SPD). red