Pfarrweisach —  Das Rathaus in Pfarrweisach wird energetisch saniert. Der Gemeinderat vergab in seiner Sitzung am Donnerstagabend zwei Aufträge an Firmen. Weiterhin billigte das Gremium die von Kreisheimatpfleger Günter Lipp entworfenen Ortswappen für Junkersdorf, Lohr und Herbelsdorf.
Bürgermeister Ralf Nowak (ULB) teilte mit, dass für die energetische Sanierung des Rathauses Auftragsvergaben zu beschließen sind. Für Estricharbeiten wurden fünf Firmen angeschrieben, zwei Angebote gingen ein. Diese lagen zwischen 10 203 und 10 679 Euro. Den Zuschlag erhielt die kostengünstigste Firma Schober aus Eltmann zum Angebotspreis von 10 203 Euro. "Die Kostenberechnung für dieses Gewerk lag bei 9380 Euro", sagte der Bürgermeister.


Gerüst kommt Mitte Oktober

Vier Angebote gingen für die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf dem Rathaus ein. Der günstigste Bieter war die Firma DAA Horn aus Höchstädten mit einem Angebotspreis von 16 306 Euro. Das höchste Angebot belief sich auf 18 421 Euro. Für dieses Gewerk waren 19 300 Euro veranschlagt gewesen. In diesem Zusammenhang fragte Gemeinderat Markus Oppelt (CSU), wann es denn mit den Arbeiten losgehe. "Das sollte doch eigentlich schon fertig sein", so Oppelt. Am 16. Oktober werde die Gerüststellung erfolgen, erläuterte Bürgermeister Nowak.
Umfangreiche Informationen lagen den Mitgliedern des Gemeinderates zur Baunach-Allianz vor. Unter anderem die jährlich geschätzten Kosten, die mit 78 000 Euro genannt waren, zusätzlich einer einmaligen Summe von 8000 Euro für die Einrichtung. Vorgeschlagen ist hier, dass der Beitrag pro Jahr und Einwohner 2,30 Euro beträgt. Für Gemeinden, die bereits in einer anderen Allianz sind, fallen 1,40 Euro pro Einwohner an. Verschiedene Regularien wurden dazu bekanntgegeben und auch die Vereinssatzung der Baunach-Allianz.
"Das alles machen wir schon viele Jahre", sagte Bürgermeister Ralf Nowak und kam auf die Übertragung von technischen Dienstleistungen der Gemeinde für Tätigkeiten des Wasserzweckverbandes Pfarrweisacher Gruppe zu sprechen. Wie er sagte, erledige das Bauhofpersonal seit Gründung des Wasserzweckverbandes die Arbeiten für die Gruppe. Nun müsse eine Zweckvereinbarung geschlossen werden, um alles auf rechtlich fundierte Füße zu stellen. Dem wurde zugestimmt.


Forstweg wird gebaut

Ein Forstwirtschaftsweg "Eichelbergweg" soll nahe der Ortschaft Lohr gebaut werden. "Hierzu erfolgte die Festlegung der Firmenliste per dringlicher Anordnung", sagte der Bürgermeister. Diese sei nötig gewesen, weil die Arbeiten noch im Herbst beginnen und noch Fördergelder abgerufen werden müssten. Das kritisierte Gemeinderat Josef Kneuer (CSU). "Wir wissen seit 2015, dass der Weg gebaut werden soll, weshalb war eine dringliche Anordnung erforderlich", fragte er. Die Frage überging der Bürgermeister mehr oder weniger und ließ abstimmen. Den Auftrag erhält die Firma Rößner aus Altenstein zum Angebotspreis von 34 800 Euro. Das höchste Angebot hatte bei 65 470 Euro gelegen.
Behandelt wurde der Bauantrag für das Anwesen Salomonsberg 7 über die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses und ein Bauantrag für das Anwesen Alte Hauptstraße 19 auf Errichtung eines Carports in Junkersdorf. Beiden wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.
Zweiter Bürgermeister Kuhn (CSU) hatte einen "Fragenkatalog" vorbereitet mit Themen, die er direkt an den Bürgermeister stellte. Diese hatten Sachverhalte zum Inhalt, die Bürgermeister Nowak nicht im öffentlichen Teil der Sitzung beantworten wollte. "Ich stelle mich hier doch keinem Kreuzverhör", sagte der Bürgermeister.