Beim Stiftungsbeirat der Kirchenstiftung "Zukunft schenken" in Neunkirchen am Brand ging im August eine Anfrage des Unterstützerkreises von Desmond Ebdigbe ein.

Desmond Ebdigbe, 30, ist aus Nigeria geflüchtet, weil Fami-lienstreitigkeiten und politische Unsicherheit ein Leben dort für ihn unmöglich gemacht haben. Über Italien, München, Bay- reuth ist er schließlich vor fast fünf Jahren nach Neunkirchen gekommen. Familie Schottdorf von der Gaststätte "Zur Seku" hat ihn aufgenommen und unterstützt bei Behördengängen, Wohnungssuche, Berufsschule und Sprachunterricht.

Sie haben ihm Arbeit gegeben und eine Ausbildung als Koch in ihrer Gaststätte ermöglicht. Leider reichten seine Deutsch-Kenntnisse nicht aus, die theoretische Abschlussprüfung zu bestehen. Die notwendigen Unterrichtsstunden zum Erlernen der deutschen Sprache kosteten zusätzliches Geld. Den angefallenen Geldbetrag hat die Stiftung "Zukunft schenken" jetzt übernommen.

Der Stiftungsrat teilt mit, dass Desmond Ebdigbe kürzlich die Prüfung bestanden hat und als Koch in der "Seku" übernommen wurde.

Die Schottdorfs haben auch das vergünstigte Mittagessen für Senioren in Neunkirchen ins Leben gerufen, und an diesem Ort der Fürsorge und Nächstenliebe macht es Sinn, gerade Desmond Ebdigbe zu unterstützen, damit er mit er mit seiner Familie weiter in Neunkirchen Wurzeln schlagen kann.

Der Stiftungsbeirat war sich sicher, den Richtigen zu unterstützen und übergab im Gasthaus der Schottdorfs den einmaligen Zuschuss in Höhe von 400 Euro. Die Beiräte von "Zukunft schenken" wissen aber auch: Betroffene melden sich kaum selbst.

Deshalb bitten sie darum, "hinzusehen, wo Hilfe vonnöten ist". Wenden kann man sich mit seine Anliegen an die Mitglieder des Stiftungsbeirats Christa Boeckmann, Jürgen Drexler, Martin Lemberger, Philipp Pott und Werner Stiller entweder persönlich oder per E-Mail an zukunft-schenken@neunkirchen-am-brand-evangelisch.de. red