Der afghanische Flüchtling Saheel ist am 10. November 2010 illegal nach Deutschland eingereist. Am 16. November 2010 stellte er förmlichen Asylantrag. Dieser wurde mit Bescheid vom 14 Oktober 2011 durch das BAMF abgelehnt. Es erfolgte eine Klage. Diese wurde beim Verwaltungsgericht Bayreuth abgewiesen. Der Bescheid wurde am 17. Dezember 2012 bestandskräftig.
Damit wurde Saheel seit dem 17. Januar 2013 vollziehbar ausreisepflichtig. Dieser Verpflichtung ist er jedoch nicht freiwillig nachgekommen.
Daher sollte Saheel auf richterliche Anordnung durch das Amtsgericht Kulmbach in Ausreisegewahrsam genommen werden. Er wurde aber ab dem 21. April 2017 in seiner Wohnung über vier Tage hinweg nicht angetroffen. Saheel wurde erst am 10. Mai 2017 bei einer Polizeikontrolle in einem Fernreisebus aufgegriffen. Das (aufgrund des Aufgriffsorts zuständige) Amtsgericht Hof ordnete daraufhin die Sicherungshaft (zum Zweck der Abschiebung) an. In der Folge wurde der afghanische Flüchtling in die Justizvollzugsanstalt Mühldorf/Inn gebracht.
Zuletzt wandte sich Saheel von dort aus an das Verwaltungsgericht Bayreuth und begehrte im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes die Aussetzung der beabsichtigten Abschiebung und damit die Duldung. Das Gericht lehnte den Antrag ab.
In seiner Entscheidung setzten sich die Bayreuther Richter auch mit der Frage auseinander, ob der Antragsteller Anspruch auf die Zuerkennung einer Duldung wegen seiner früheren Ausbildung habe. Das Gericht lehnt diesen Anspruch ab, da die Aufhebung der ursprünglichen Ausbildungserlaubnis zu Recht erfolgte. Der Antragsteller war wegen mehrerer Straftaten rechtskräftig zu Strafen oberhalb der Bagatellgrenze verurteilt worden, so dass der mögliche Anspruch auf eine Ausbildungsduldung erloschen war.
Der Aufhebung der Arbeitserlaubnis ging ein geordnetes Verwaltungsverfahren voraus. Saheel wurde schriftlich mitgeteilt, dass beabsichtigt ist, seine Arbeitserlaubnis aufzuheben. Gleichzeitig wurde ihm Gelegenheit gegeben, sich hierzu zu äußern.
Die Möglichkeit zur Stellungnahme nahm der Flüchtling auch wahr, allerdings führte sein Vorbringen zu keiner anderen rechtlichen Bewertung. Letztlich war die Genehmigung der Erwerbstätigkeit aufzuheben, da die erteilte Duldung kraft Gesetzes erloschen war. so