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Pressig

Stefan Heinlein übernimmt Chefsessel

Der CSU-Kandidat holte 51, 92 Prozent der Stimmen. Damit lag er am Ende mehr als acht Prozent vor Heiko Kopp. Nur eine untergeordnete Rolle spielte Peter Barnikol-Veit von der SPD.
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Stefan Heinlein (Dritter von links) feierte im Kreise seiner Familie den Wahlsieg. Foto: privat
Stefan Heinlein (Dritter von links) feierte im Kreise seiner Familie den Wahlsieg. Foto: privat

Alexander Löffler Der Nachfolger von Hans Pietz (FW) steht fest. CSU-Kandidat Stefan Heinlein hat sich nach einem langen Wahlkampf gegen seine beiden Mitbewerber um den Chefsessel im Rathaus durchgesetzt. Wenngleich knapp, so konnte er am Ende dennoch einer Stichwahl aus dem Weg gehen.

"Ich habe auf eine rationale Entscheidung der Bürger gehofft, um die Wahl gegen die zwei Mitbewerber für mich zu entscheiden. Ich habe viel Zeit und Herzblut in den Wahlkampf gesteckt. Mit viel Respekt und Demut habe ich auf ein positives Ergebnis gehofft", betonte Heinlein am Wahlabend.

Heinlein bedankte sich bei den Wählern : "Sie haben ein Zeichen gesetzt, dass sie mit meiner Arbeit in den vergangenen Jahren im Rathaus zufrieden waren und sie mir zutrauen, unsere Gemeinde mit einem kompetenten Gremium in eine gute Zukunft zu führen", blickte er auf seine Tätigkeit als geschäftsleitender Beamter in der Gemeinde. Die Wähler hätten verstanden, dass seine Aussagen ehrlich gemeint gewesen seien und er immer sachlich geblieben sei. Der künftige Bürgermeister dankte seiner Familie für den nötigen Rückhalt und zeigte sich stolz über seine "neu zusammengekommene CSU-Familie, die in den letzten Monaten Hand in Hand zielorientiert und sachlich mit mir zusammengearbeitet hat".

Heiko Kopp von der Bürgerschaf(f)t Pressig erreichte 43,38 Prozent der Stimmen und zeigte sich als fairer Sportsmann: "Wenn die Wähler das so entscheiden, muss man das akzeptieren. Und deshalb geht mein Glückwunsch auch an Stefan." Natürlich zeigte sich Kopp enttäuscht, hatte er doch gehofft, zumindest in die Stichwahl zu kommen. Rückblickend auf den Wahlkampf sieht Kopp eigentlich nichts, was er mit seinem Team hätte besser machen können: "Ich würde alles wieder so machen. Das Einzige: Vielleicht hätten wir in der Werbung etwas aggressiver sein müssen." Nun geht es darum, das Ergebnis der Gemeinderatswahl abzuwarten. "Wir hoffen natürlich, dass die CSU keine absolute Mehrheit hat und wir hier aktiv mit eingreifen können. Wenn das nicht gelingt, hätten wir gar nichts erreicht", hofft Kopp auf ein gutes Abschneiden seiner Kandidaten.

SPD-Kandidat Peter Barnikol-Veit konnte sein Ergebnis von 4,69 Prozent der Stimmen kaum nachvollziehen: "Wir haben einen guten Wahlkampf gemacht und hatten auch ein gutes Programm. Daran kann es nicht gelegen haben und deshalb bin ich jetzt auch enttäuscht. Ich weiß jetzt auch nicht, ob es an meiner Person oder an der Partei gelegen hat - wahrscheinlich an beides." Letztlich zeigte aber auch er sich als fairer Verlierer: "Es war die Entscheidung des Wählers und die muss man akzeptieren."