Vor einigen Wochen brachten die Bürger ihre Ideen bei zwei Workshops zum Thema Innenentwicklung ein. Nun arbeitet das Büro "Schirmer Architekten & Stadtplaner" aus Würzburg an der Auswertung. Bereits Ende Juli erwartet die Rhönallianz konkrete Ergebnisse: Für 27 Ortsteile wird das Bü ro einen Steckbrief vorlegen.


Vorschläge für Innenentwicklung

"Diese Ortssteckbriefe sind für uns enorm wichtig", sagt Allianzmanager Uwe Schmidt. Sie zeigten Handlungsfelder auf, die auf Grundlage der Allianzarbeit auch gefördert werden könnten. In einem nächsten Schritt könne eine Gemeinde ein sogenanntes Daseinsvorsorgegebiet beschließen. Der Begriff löst das bisher geläufige Entwicklungsgebiet ab. Innerhalb der gesetzten Grenzen habe die Kommune einen größeren Spielraum, Projekte anzupacken. Darüber hinaus bestehe auch weiterhin die Möglichkeit, Sanierungsgebiete zu bestimmen. Maßnahmen in einem solchen Bereich würden noch besser gefördert, erklärt der Allianzmanager.


Stumpes Vorschlag ist vom Tisch

Konkret werden könnte das zum Beispiel für die Volkerser. Stadtrat Dirk Stumpe hatte angeregt, eine Dorfmitte für Volkers zu schaffen. Da Kindergarten und Feuerwehr ohnehin momentan auf der Suche nach einem neuen Domizil sind, schlug er den Neubau eines Ortszentrums vor.
Diese Idee sei inzwischen vom Tisch, berichtet Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU). Die Vereine hätten sich gegen den Vorschlag ausgesprochen. Nach aktuellem Stand werde der Kindergarten auf dem jetzigen Grundstück neu gebaut, das Ge rätehaus der Feuerwehr komme auf den von den Kameraden vorgeschlagenen Platz, und ein Gemeinschaftsraum sei nicht nötig, da etliche Vereine die alte Schule in der Hauptstraße nutzen. Zudem sei das Sportheim ein zentraler Treffpunkt. Trotzdem möchte die Bürgermeisterin die Volkerser noch einmal zusammenrufen, wenn der Steckbrief vorliegt. Auch die Rhönallianz möchte sich die Vorschläge des Fachbüros genau anschauen und mit Fördermittelgebern Rücksprache halten. "Je nach Bedarf wird entschieden, wie es weitergeht", blickt Schmidt voraus. Er geht davon aus, dass das Ergebnis öffentlich in Stadt- und Gemeinderäten besprochen wird.
Wildflecken ist beim Thema Innenentwicklung übrigens nicht beteiligt. Die Gemeinde bearbeitet diesen Bereich in Zu sammenarbeit mit einem an deren kommunalen Bündnis, der Kreuzbergallianz. uli