Der Stadtrat von Baiersdorf hat sich für den Schulstandort der neuen Grundschule neben der Mittelschule mit 16:4 Stimmen entschieden. Ausschlaggebend war das Gutachten der Planergruppe Concept-K, die akribisch die beiden Gelände in der Nähe der Mittelschule untersucht hat.

Die Verwaltung hat nun den Auftrag, mit den Grundstückeigentümern, den Gemeinden, die den Schulverband der Mittelschule tragen, in Verhandlungen einzutreten. Zu einem Neubau an anderer Stelle als in der Bodenschatzstraße tendierte der Rat schon länger, nachdem die hohen Kosten für eine Auslagerung der Schule in Container während einer Neubau- beziehungsweise Aufstockungsphase bekannt waren. Zwischen einer halben und einer ganzen Million Euro pro Jahr wären sie gelegen. Dazu wäre noch gekommen, dass das Gelände sehr begrenzt ist und deshalb der Pausenhof eng geblieben wäre.

Als wichtige Faktoren für eine Verlagerung in den Stadt-Osten führte N. Schmid von Concept-K an: die realtiv zentrale Lage im Stadtgebiet, die vorhandene Dreifachsporthalle und die Option, das Schulgebäude bei Bedarf auf durchgängige Vierzügigkeit zu erweitern. Derzeit ergeben die Schülerzahlen noch keine zwangsläufige Teilung in je vier Jahrgangsklassen.

In die Bauüberlegungen aufgenommen haben die Fachleute eine Mensa für rund 80 Schüler, Gruppenräume neben den eigentlichen Klasszimmern für Ganztagsbetreuung und Gruppenunterricht. Trotz eines großzügigen, zweigeschossigen Baukörpers, der verschieden angeordnet werden könnte, bleibt genügend Freiraum um die Grundschule.

Biotop bleibt erhalten

Das Biotop im Süden des Mittelschulgeländes bleibt trotzdem erhalten. Die vorhandenen Lehrerparkplätze der Mittelschule können mitgenutzt werden. Die Bushaltestellen sollten entlang des Igelsdorfer Wegs platziert werden. Kurze Wege zur Sporthalle und den Sportplätzen sind ein weiterer Vorteil.

Ein weiterer Punkt der Stadtratssitzung war das Erweiterungskonzept, das der Eigentümer, die GRR-Portfolio-Neunzehn, für das Gebäude der heutigen Norma vorhat. Es sollen rund 90 Quadratmeter angebaut werden. Zusammen mit dem Leerstand einer früheren Bäckerei könnte so die Verkaufsfläche des Discounters auf 980 Quadratmeter erweitert werden. Das Gebäude würde zugleich modernisert werden.

Das wenig Fläche verbrauchende Vorhaben irritierte die Stadträte insoweit, als erst vor Kurzem die Norma mit Verlagerungsabsichten ihrer Filiale in den Stadt-Osten im Rat aufgetreten war. Der Grundeigner am Kreuzbach fühlt sich offenbar davon nicht tangiert. Zum einen hat die Mieterin Norma bisher nicht von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht, zum anderen hat der Eigner aus dem ursprünglichen Bebauungsplan das Recht, Einzelhandel anzusiedeln. Er ist zudem von der Standortqualität überzeugt, erläuterte Andreas Frankenberger.