Ebern —  Hauptpunkt der jüngsten Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Ebern war es, für die Leitung des Standesamtes Ebern entsprechende Personen zu bestimmen. "Nach dem plötzlichen Tod unseres Mitarbeiters Michael Baiersdorfer wurde es erforderlich, die Besetzung des Standesamts in Ebern zu ändern", sagte Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD), Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Ebern. Auf Vorschlag der Verwaltung berief das Gremium der VG-Gemeinschaftsversammlung Susanne Lavadinho Bravo zur Leiterin des Standesamtes. Sabrina Diller wurde als ihre Stellvertreterin bestimmt. Weiter soll künftig Maximilian Schorn als Standesbeamter tätig sein, sobald er seine entsprechende Qualifikation abgelegt hat. Lydia Schwarz wurde von dieser Aufgabe entbunden. Die Abstimmung erfolgte einstimmig.


Nur kleinere Abweichungen

Zur Entlastung standen die Jahresabrechnungen für die Jahre 2013 bis 2015 an. Stadtrat Werner Freibott (SPD), Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, der die Prüfungen zusammen mit Rainer Mönch von der Gemeinde Pfarrweisach vorgenommen hatte, erstattete dem Gremium über das Ergebnis Bericht. Seinen Worten zufolge gab es mitunter kleinere Abweichungen, die jedoch zusammen mit Kämmerer Horst Junge sofort geklärt werden konnten.
So wurde eine Überschreitung von Kosten in der Poststelle und bei der EDV-Software festgestellt, was auf die zurückliegenden Wahlen zurückzuführen war. Die Jahresrechnung 2013 schloss im Gesamthaushalt mit 1 781 700 Euro ab, wie der Gemeinschaftsvorsitzende und Kämmerer Horst Junge darlegten.
Im Jahr 2014 betrug der Gesamthaushalt 1 907 400 Euro was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 125 693 Euro ausmacht. Diese überplanmäßigen Kosten des Jahres 2014 wurden genehmigt, ebenso die Jahresrechnung aus dem Jahr 2013.
Die Jahresrechnung 2015 schloss mit dem Gesamthaushalt von 2 016 500 Euro ab, was dem Jahr 2014 gegenüber eine Steigerung von 109 140 Euro bedeutet. Durch Zuführungen aus dem Verwaltungs- bzw. Vermögenshaushalt wurden die Beträge in etwa ausgeglichen. Auch hier wurde Entlastung erteilt.


Weniger Personalkosten in 2016

Kämmerer Horst Junge ging auf die Jahresrechnung 2016 ein, die bisher noch keiner Prüfung durch den Rechnungsprüfungsausschuss unterzogen wurde. Als wichtige Einnahme bezeichnete Junge die VG-Umlage, die 1 592 540 Euro beträgt. Wie der Kämmerer feststellte, fielen weniger Personalkosten als geplant an. Angesetzt waren 1 797 900 Euro, das tatsächliche Soll beläuft sich auf 1 719 526 Euro. "Wir haben im Jahr 2016 das VG-Mitteilungsblatt neu aufgenommen, was 10 000 Euro kostete. Nennenswerte Haushaltsüberschreitungen sind nicht zu verzeichnen", stellte Junge fest. Die verminderten Personalkosten von 789 370 Euro kommen aufgrund von Personalausfällen zustande. Der Rücklagenbestand zum Jahresende 2016 beträgt nach den Worten des Kämmerers 134 490 Euro.
"Unsere Kassenlage kann übers Jahr gesehen als geordnet bezeichnet werden", so Horst Junge. Der Gesamthaushalt im Jahr 2016 beläuft sich auf 2 174 135 Euro, der buchungsmäßige Kassenbestand am Ende des Haushaltsplanes beträgt 138 829 Euro. "Man kann sehen, dass wir sparsam gewirtschaftet haben und wir wollen weiter Wert auf eine sparsame Haushaltsführung legen", sagte Vorsitzender Hennemann.
Übertragen wurden verschiedene Verwaltungsaufgaben an die VG Ebern, so die der Schulverbände, der Wasserzweckverbände und der Stiftungen. Das bedürfe eines schriftlichen Vertrags, sagte der Leiter der Verwaltung, Ernst Haßler. Entsprechende Ermächtigungen wurden dem Vorsitzenden vom Gremium erteilt.
Hennemann ging auf das Ferienprogramm der VG ein, was er für 2017 als gelungen bezeichnete und welches im Jahr 2018 fortgeführt werde. Der VG-Kalender für 2018 sei auf den Weg gebracht und er soll bis Ende Dezember dieses Jahres vorliegen.


Neue VG-Broschüre Ende Oktober

"Bei unserer VG-Broschüre hat es leider Verschiebungen gegeben", sagte Vorsitzender Jürgen Hennemann. Diese sollte im Juli erscheinen, nun könne mit der Fertigstellung bis Ende Oktober gerechnet werden. 112 Seiten werde dies umfassen, sagte Hennemann. "Das wird ein richtiges Nachschlagewerk für alle VG-Gemeinden." Große Infoblocks über Vereine und Verbände werden dort zu finden sein. Die Broschüre wird in einer Auflage von 18 000 Stück erscheinen und soll allen Haushalten zukommen. "Sie wird über Anzeigen finanziert, weshalb wir unserer Geschäftswelt Danke sagen", so Hennemann. Dieses umfassende Nachschlagewerk soll mindestens bis zur nächsten Kommunalwahl aktuell erhalten bleiben.
Bürgermeister Willi Sendelbeck aus Rentweinsdorf regte an, den Veranstaltungskalender in einer höheren Auflage zu erstellen.
Die Exemplare sind seinen Worten zufolge ausgegangen. "So 150 könnten es mehr werden, damit man Interessierten eines aushändigen kann und nicht auf das Internet verweisen muss", sagte Sendelbeck.