JOsef Hofbauer

380 000 Euro verlangte die Firma RSG-Bau aus Wermsdorf bei Grimma in Sachsen von der Stadt Ebermannstadt. Das Unternehmen war ursprünglich mit der Kanalisation von Wolkenstein beauftragt. Wegen wiederholt aufgetretener Mängel wurde dem Unternehmen gekündigt und die Aufträge neu vergeben. Ergebnis: Das Unternehmen verklagte die Stadt.
Bei einem Gerichtstermin im vergangenen Jahr, so informierte Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE), habe der Vorsitzende Richter festgestellt, dass es sich bei dem Verfahren mit Kündigung und Neuvergabe von Bauleistungen um einen komplexen Sachverhalt handle.


Langwierige Verfahren

Umfangreiche Gutachten seien erforderlich, so dass mit einem langwierigen Verfahren zu rechnen sei. Bereits jetzt seien Zinsen über fünf Jahre fällig.
Die Anwaltskanzlei Fels, die mit der Wahrung der Interessen der Stadt beauftragt war, habe dem Vorschlag des Richters, der für einen Vergleich plädierte, zugestimmt. Der Einigungsvorschlag sieht vor, dass Ebermannstadt an das Unternehmen ostdeutsche Unternehmen 260 000 Euro bezahlt. Dieser Betrag setzt sich aus einer Lohnforderung von gut 190 000 Euro und 74 000 Euro Zinsen zusammen. Zugunsten der Stadt wurde die Summe auf 260 000 Euro abgerundet. Der Stadtrat stimmte dem Vorschlag zu.