Die Stadt Münnerstadt wird einen Förderantrag für das Projekt "Klimaschutzkonzepte und Klimaschutzmanagement" stellen. Der Stadtrat hat bei zwei Gegenstimmen der Verwaltung einen entsprechenden Auftrag erteilt. 18 Monate wird die Stelle eines Klimaschutzbeauftragten gefördert, und weil Münnerstadt ganz offiziell eine finanzschwache Kommune ist, beträgt der Fördersatz 100 Prozent. Das Thema Klimaschutz wird immer wichtiger", sagte Bürgermeister Michael Kastl (CSU) bei der jüngsten Stadtratssitzung. Nachhaltigkeit spiele eine immer wichtigere Rolle. "Münnerstadt kann davon profitieren."

Das Bundesumweltministerium erweitert die Förderung des Klimaschutzes in den Kommunen. Auf Nachfrage beim Forschungszentrum und Projektträger Jülich wurde der Stadt mitgeteilt, dass finanzschwache Kommunen von der Pflicht befreit sind, einen Eigenanteil zu erbringen. Durch den Empfang der Stabilisierungshilfe über Jahre hinweg und der damit verbundenen Haushaltskonsolidierung entspricht Münnerstadt den Vorgaben einer finanzschwachen Kommune.

"Was soll der Klimamanager machen?", fragte der Bürgermeister, um die Antwort gleich selbst zu geben: "Ein Klimaschutzkonzept entwickeln."

Rosina Eckert (Forum Aktiv) hält dieses Vorhaben für überzogen. Sie befürchtet Folgekosten. "Wir beschließen das Konzept, haben die Möglichkeit, den Rahmen vorzugeben", sagte Michael Kastl dazu. "Ich halte das schon für erforderlich."

Das Geld, also die Förderung, sei nur das eine, meinte Umweltreferent Klaus Schebler (Neue Wege) dazu. Klimaschutz werde immer wichtiger. Natürlich werde das auch Geld kosten. Er riet dazu, den Förderantrag zu stellen. Christine Martin (Grüne) hält das sogar für zwingend erforderlich. "Wir werden fit gemacht für die Zukunft." Und dafür brauche die Stadt nicht einmal etwas zu bezahlen. "Besser geht nicht", meinte sie. Johannes Wolf (Grüne) unterstützte das Vorhaben ebenfalls in vollem Umfang.

"Wir haben unseren Fokus auf diesen Weg gelegt", sagte der Bürgermeister. Nun werde die Stadt von einer Fachkraft begleitet, und das koste sie nichts. Er erinnerte daran, dass schon unglückliche Dinge gemacht wurden, wie die Stromtankstelle in Seubrigshausen. Matthias Kleren (Freie Wähler) ließ sich noch einmal bestätigen, dass die Stadt das Heft des Handelns in der Hand hat. Wie man persönlich darüber denke, sei egal, meinte der Bürgermeister. "Für die Stadt Münnerstadt ist es das Richtige." Rosina Eckert und Norbert Schreiner (Forum Aktiv) stimmten dagegen.